Gebietsbezogene Gesamtstrategie zur Verbesserung der Luftqualität im Rheinischen Braunkohlerevier


Tagebau Hambach

Tagebau Hambach

Das Rheinische Braunkohlerevier bezeichnet ein Bergbaugebiet am Rand des Rheinischen Schiefergebirges und ist das größte Braunkohlerevier Europas. Die eher ländliche Region um das Rheinische Braunkohlerevier wird sowohl durch die Abgrabungsstätten selbst, als auch durch die mit dem Braunkohletagebau zusammenhängenden gewerblichen und industriellen Anlagen beeinflusst.

Nicht nur die sehr offensichtlichen (optischen) Einflüsse wie die Tagebauflächen oder die Kraftwerke sind hier zu erwähnen, sondern auch die nicht sichtbaren Faktoren, wie z.B. die Luftbelastungssituation,um die es in der vorliegenden Strategie geht. Hinsichtlich des Feinstaubs (PM10) ist festzustellen, dass der Jahresmittelwert im Rheinischen Braunkohlerevier unter der durchschnittlichen Belastung anderer industriell geprägter Regionen in NRW liegt, die durchschnittliche Belastung rein ländlicher Regionen in NRW jedoch übersteigt – auch wenn der Grenzwert derzeit eingehalten wird.

Unabhängig vom Tagebau spielt Stickstoffdioxid (NO2) gerade in besiedelten Gebieten eine große Rolle (lokaler Hauptverursacher Straßenverkehr). Beide Schadstoffe sind als gesundheitsgefährdend einzustufen, wie zahlreiche Studien belegen. Ein weiteres Absenken der Feinstaub- und Stickoxidbelastung in der Außenluft ist somit mit einem konkreten Gewinn für die Gesundheit und die Lebenserwartung der Bevölkerung verbunden.

Daher wurde diese gebietsübergreifende Strategie unabhängig von bestehenden Grenzwerten – für die Luftschadstoffe Stickstoffdioxid und Feinstaub – in Ergänzung zu einer schon viele Jahre währenden Luftreinhalteplanung in einzelnen Gebieten des Rheinischen Braunkohlerevieres erarbeitet. Sie soll helfen, die Immissionsbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner im Rheinischen Braunkohlerevier insgesamt dauerhaft und deutlich zu verbessern.