Euregiokompetenz/ Euregiokompetenz Plus - Chancen nutzen in der Euregio Maas-Rhein


Bei diesem Projekt heißt es: Chancen nutzen und die Euregiokompetenz erwerben! Die fünf Partnerregionen des Euregio Maas-Rhein bieten die Möglichkeit des zertifizierten Erwerbs der interkulturellen- als auch der Sprachkompetenz.

Das Leben in einer Grenzregion bietet nicht nur Einschränkungen durch Sprach- und Kulturgrenzen, sondern bei einer richtigen Vorbereitung viele Möglichkeiten. Privat kann man ein breites Kulturangebot „vor der Haustür“ nutzen, beruflich bieten sich den qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr heimatnahe Chancen. Auch Betriebe profitieren von dem vielfältigen Angebot an Arbeitskräften, was vor allem bei dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel für beide Seiten interessant ist. Voraussetzung für die Nutzung all dieser Möglichkeiten ist allerdings eine fundierte Kenntnis der Sprache, der Kultur und der Lebens- und Arbeitswelt der Nachbarregionen. In der Euregio Maas-Rhein stoßen immerhin fünf Regionen, vier Sprachen und drei Rechtssysteme aufeinander.

Diese Erkenntnis führte in der Euregio Maas-Rhein 2002 zur Entwicklung der beruflichen Zusatzqualifikation „Euregiokompetenz“. Die Zusatzqualifikation ist in allen fünf Partnerregionen (Regio Aachen, Provinz Lüttich, Belgisch Limburg, Niederländisch Limburg, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens) anerkannt und wird auch nach Ablauf des Projektes auf deutscher und niederländischer Seite mit großem Erfolg weiter vermittelt.

Um die Euregiokompetenz erfolgreich abzuschließen und das „Euregiokompetenz-Zertifikat“ zu erlangen, müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer drei Teilkompetenzen erwerben und ein mindestens dreiwöchiges Praktilkum in einem Betrieb einer der Nachbarregionen absolvieren. Man erlernt eine der Nachbarsprachen (Niederländisch, Französisch bzw. Deutsch) auf dem Niveau A2-B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens und erwirbt so die Fremdsprachenkompetenz. Das Sprachniveau wird mit einer Prüfung festgestellt. Durch charakteristische Lernsituationen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die kulturellen Unterschiede im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen, Behörden, Kunden und Nachbarn aufmerksam gemacht und erwerben interkulturelle Kompetenz. Im Rahmen der Informationskompetenz erwirbt man die Fähigkeit, sich Informationen rund um das Thema „Leben und Arbeiten“ in der Euregio Maas-Rhein zu verschaffen. Kernpunkt der Zusatzqualifikation ist abschließend das mindestens zweiwöchige Betriebspraktikum in der Region, deren Sprache man erlernt hat. Nach erfolgreichem Abschluss aller Teilbereiche erhält man das Euregiokompetenz-Zertifikat. Euregiokompetenz-Plus bietet Auszubildenden von ausgewählten Berufen die Grundlage für eine Anerkennung ihres Berufsabschlusses. Nach der erfolgreichen Implementierung der Euregiokompetenz befasst sich ein weiteres INTERREG IV-A-Projekt mit der Übertragung der Euregiokompetenz auf allgemeinbildende Schulen.

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