THEME - Transfer of ECVET instruments into the fields of Trade, Hospitality, Electronics/electrical engineering and Mechatronics


Wie fördert man die Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt? Das Projekt THEME setzt hier mit der Entwicklung und Verbesserung von Instrumenten an, die die Qualität und Anerkennung von Auslandspraktika sichern.

Mobilität von Auszubildenden fördert ihre Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt, stärkt ihre Persönlichkeit und entwickelt europäische Identität. Bisher gibt es aber viele Hürden zu überwinden, bevor ein Auslandspraktikum für Auszubildende ebenso selbstverständlich wird wie für Studierende. Um die Auszubildendenmobilität bis 2020 auf 6%, dies ist das Ziel der EU, zu erhöhen, sind nicht nur Anstrengungen erforderlich, Auszubildende und deren Ausbildungsbetriebe von dessen Nutzen zu überzeugen, sondern ist es auch erforderlich, die Organisation der Durchführung zu vereinfachen und die gegenseitige Anerkennung zu gewährleisten.

Große Unterschiede in den verschiedenen Ausbildungssystemen, ein Mangel an Transparenz und unzureichende Anerkennungsmöglichkeiten sowie ein hoher Aufwand bei der praktischen Durchführung hemmen noch immer europaweites Lernen in der beruflichen Bildung.

Das Projekt THEME setzt hier an: Es sollen Instrumente geschaffen bzw. verbessert werden, die die praktische Abwicklung der Auslandsaufenthalte, die zumeist von den Lehrerinnen und Lehrern an den Berufskollegs durchgeführt wird, vereinfachen. Darüber hinaus soll die Umsetzung des ECVET-Prozesses, das Europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung, gefördert, die Qualität von Auslandsmobilitäten gesichert und deren Überprüfung und Anerkennung verbessert werden.

Ergebnisse und Instrumente aus verschiedenen erfolgreichen Vorgängerprojekten (VQTS, TRIFT, ECMO, E.R.M.E.S.) mit bekannten und bewährten europäischen Part-nerinstitutionen werden dafür zusammengeführt, evaluiert und erweitert. Dabei soll ein Netzwerk engagierter Partner in der europäischen Berufsbildung aufgebaut werden.

Die Basis der Arbeit bilden lernergebnisorientierte Kompetenzmatrizen, die für die Bereiche Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe, Elektrotechnik und Mechatronik vorliegen. Mit ihrer Hilfe lassen sich vorhandene Kompetenzen aufzeigen und im Auslandspraktikum zu erwerbende Kompetenzen in den verschiedenen Entwicklungsstufen identifizieren. Diese werden in Lernvereinbarungen festgehalten, in gemeinsam festgelegten Lernfeststellungsverfahren oder Assessments überprüft und schließlich im EUROPASS Mobilität dokumentiert.

Die Erfahrungen mit der Beschreibung von Kompetenzen und der Entwicklung zu deren Überprüfung entwickelten Verfahren aus dem Projekt TRIFT zeigten, dass im Rahmen eines Auslandspraktikums zumeist nur Teilmengen einer Kompetenzentwicklungsstufe erworben werden können. Daher sollen letztere im Projekt in Teilkompetenzen gegliedert werden, die dann in die Lernvereinbarungen, Assessments und in den EUROPASS direkt übernommen werden können. Die in E.R.M.E.S. entwickelte Datenbank stellt ein Instrument zur Verfügung, so dass per Mausklick alle relevanten Dokumente erstellt werden können. Hiermit wird das Verfahren zum Durchführen von Mobilitäten wesentlich vereinfacht.

Für die Bereiche Handel, Hotel- und Gaststättengewerbe, Elektrotechnik und Mechatro-nik sollen auf der Grundlage der bestehenden Kompetenzmatrizen Teilkompetenzen formuliert werden, die Grundlage für Lernvereinbarungen, Assessmentverfahren und die Aufnahme in den EUROPASS Mobilität sein können. Nach Bereichen getrennt soll dies jeweils mit den anderen europäischen Partnern erfolgen. Die Ergebnisse werden auf den verschiedenen Projekttagungen zusammengetragen und diskutiert. Zusätzlich sollen sie von Experten aus der Berufswelt evaluiert werden. Die Kompetenzmatrizen mit den Teilkompetenzen werden in die E.R.M.E.S. - Datenbank eingepflegt und stehen allgemein zur Verfügung. Damit lassen sich Lernvereinbarungen, Formulare für die Assessments und der Europass generieren.

Folgende Auswirkungen werden erwartet: Verbesserung der Abwicklung von Mobilitäten und der Transparenz zwischen den verschiedenen Berufsbildungssystemen, Verbesserung der Überprüfung und Anerkennung, somit eine Erleichterung und Ausweitung europäischer Mobilität in der Berufsausbildung sowie die Fortführung des ECVET Prozesses.

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