TRIFT - Transfer of innovation into the area of foreign trade


Wie findet man eine gemeinsame Sprache, um Inhalte für Auslandspraktika zu vereinbaren? Wie sichert man die Qualität und Anerkennung von Auslandspraktika? Für den Bereich Außenhandel hat sich das Projekt "TRIFT" mit diesen Fragen beschäftigt.

In den 27 Staaten der Europäischen Union existieren 27 unterschiedliche Ausbildungsordnungen auf zum Teil sehr unterschiedlichen Niveaus. Dies wirkt sich erschwerend auf die Auszubildenden, Teile ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren, da nicht sofort klar ist, was dort gelernt werden kann und in welchem Verhältnis dieses Gelernte zu den Anforderungen der heimischen Ausbildung steht. Die Bewerbung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im europäischen Ausland ist schwierig, da die eigenen Kompetenzen nicht in Beziehung gesetzt werden können zu den Anforderungen des Ziellandes. Es mangelt an europäischer Transparenz und Vergleichbarkeit.

Hier setzt das Projekt TRIFT an. Auf der methodischen Grundlage des VQTS-Projektes (Vocational Qualifications Transfer System) erarbeiten fünf Partner gemeinsam eine Kompetenzmatrix für das Berufsfeld 'Außenhandel', die es erlaubt, sowohl die Kompe-tenzprofile ganzer Bildungsgänge als auch einzelner Personen vergleichbar und transparent abzubilden. Jeder in Europa soll das gleiche lernen, aber alle sollen die Chance haben, Abschnitte der Ausbildung in einem EU-Partnerland absolvieren zu können und die dort erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen als Teil der eigenen Ausbildung anerkannt zu bekommen. Grundlage hierfür ist die Transparenz und Vergleichbarkeit von Kompetenzen in der Kompetenzmatrix. Hierbei werden zunächst auf Grundlage der betrieblichen Arbeitsabläufe Kompetenzbereiche herausgearbeitet, die die Arbeit in diesem Berufsfeld charakterisieren und strukturieren. Für jeden dieser Kompetenzbereiche werden Kompetenzentwicklungsstufen definiert. Diese Stufen bilden die Entwicklung von Kompetenzen im jeweiligen Bereich ab, in der Regel von einfach zu komplex und aufeinander aufbauend.

Die Kompetenzmatrix für ein bestimmtes Arbeitsfeld, in diesem Fall für das Arbeitsfeld 'Außenhandel' umfasst idealerweise den gesamten Bildungsbereich zwischen schuli-scher Bildung und Hochschulbildung. In der Kompetenzmatrix lassen sich nun Kompe-tenzprofile durch die Zusammenstellung von Kompetenzen in verschiedenen Kompe-tenzbereichen und auf verschiedenen Kompetenzentwicklungsstufen erstellen. Mit Hilfe dieser Kompetenzprofile steigen auch die Transparenz und Verständlichkeit – und damit auch die Mobilitätschancen der einzelnen Bürger in Europa. Die Eignung der Kompetenzmatrix für das Arbeitsfeld 'Außenhandel' wird in einem zweiten Projektabschnitt durch 8-wöchige Auslandspraktika in einem zuvor vereinbarten Kompetenzfeld erprobt. Teil des Projektes ist es ebenfalls, für derartige Auslandspraktika geeignete Test- und Assessmentverfahren zu entwickeln, mit denen die erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen überprüft werden können, so dass sie im Rahmen der jeweiligen Ausbildung anerkannt oder zertifiziert werden können.

Neben der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln als Koordinator, sind noch folgende Partner an dem TRIFT Projekt beteiligt: Chamber of Commerce and Industry Gabrovo, Bulgarien; Saint Louis - Sainte Barbe, Dep. Commerce International, St. Éti-enne, Frankreich; Burgårdens Utbildningscentrum, Göteborg, Schweden; The Manchester College, Manchester, Vereinigtes Königreich.

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