LINIV (Auswertung von linien- und netzförmigen Nivellements)


Das Programm LINIV dient der Berechnung von Höhenfestpunkten. Dazu werden die im Felde gemessenen und in den Vorprogrammen aufbereiteten Nivellementsdaten einer geodätischen Ausgleichung zugeführt.

Für die Bestimmung von Höhenfestpunkten sind die im Felde erbrachten und aufbereiteten Nivellements (Erfassungsprogramm VRONI, "Zwischenbearbeitung" in ZWIRN) einer Ausgleichung zu unterziehen. Das Programm LINIV ist für die Auswertung von linien- und netzförmig angelegten Nivellements ausgelegt.

Bedienoberfläche LINIV

Einstellung der Steuerparameter

Netzdefinition

Mit der derzeitigen LINIV-Version ist es möglich, in den Standardhöhensystemen DHHN12 (Höhenstatus 100) und DHHN85 (Höhenstatus 140) Berechnungen durchzuführen, in denen die gemessenen Höhenunterschiede normalorthometrisch reduziert werden. Im DHHN92 (Höhenstatus 160) und DHHN2016 (Höhenstatus 170) wird die Normalhöhenreduktion angebracht. Außerdem können eigene Höhensysteme definiert werden.

Eine Überarbeitung in 2009 betraf die Umstellung der Lagekoordinaten vom Bezugssystem DHDN90 in der Gauß-Krüger-Abbildung auf das System ETRS89 in der UTM-Projektion. Dazu wurde für die Eingabe der Punktdaten ein neues Format entwickelt. Eine Umformung von DHDN90-Koordinaten ins ETRS89 und umgekehrt erfolgt nicht in LINIV, sondern ist dem gesonderten Hilfsprogramm LUMPI (LINIV-UMsetzer für PunktInformationen) vorbehalten. Es übernimmt auch die Umformatierung vom alten ins neue Punktdatenformat.

In LINIV werden die Auswertungen in Verfahren durchgeführt. Dabei definiert sich ein Verfahren über die Messdaten (enthalten in der Streckendatei) und die Punktdaten (Punktdatei und Nachweisdatei). Der Berechnungsablauf wird über Parameter gesteuert, die interaktiv vom Bearbeiter eingestellt werden können.

Für die Ausgleichung werden die Nivellementstrecken von Knotenpunkt zu Knotenpunkt zu Linien zusammengefügt, die als vermittelnde Beobachtungen in die Ausgleichung eingeführt werden. Die Knotenpunkte und die vorgegebenen Anschlusspunkte werden nach der Methode der kleinsten Quadrate (L2-Norm) ausgeglichen. Mit der Ausgleichung können grobe Fehler vom Programm lokalisiert und ausgegeben werden. Die Bestimmung der Zwischenpunkte erfolgt durch Verteilung der ermittelten Verbesserungen der Linien proportional zu den Messweglängen auf die einzelnen Strecken.

Durch verschiedenartige Gewichtung der Anschlusshöhen können innere und äußere Netzgenauigkeiten untersucht werden, die zur Wahl der endgültigen Anschlusspunkte zu nutzen sind.

Aktuell ist die Version 8.11.

Weiterentwicklung der Version 8.9.1 zur Version 8.11 von August 2015:

  • Fehlerbehebungen

Weiterentwicklung der Version 8.9 zur Version 8.9.1 von März 2015:

  • Genauigkeitsstufe GST für AFIS in der Übernahmedatei,
  • Korrekturen im Linienverzeichnis und im Ausgleichungsansatz.

Ausführliche Erläuterungen zu diesen Punkten wie auch zu den Änderungen der Vorversionen sind im Handbuch „Liniv – Was gibt’s Neues“ nachzulesen.

Das Nutzungsrecht ist kostenfrei. Es wird erteilt

a) zeitlich unbefristet mit der Einschränkung auf die Erledigung von hoheitlichen Aufgaben der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters nach Anerkennung der allgemeinen Abgabebedingungen oder

b) zeitlich befristet ausschließlich zur Ausführung von Werkverträgen mit Nutzungsnehmern und zur Erledigung von Aufträgen nach a) nach Anerkennung der allgemeinen Abgabebedingungen.

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