Höhenfestpunkte (HFP)


Die Höhenfestpunkte (HFP) dienen der physischen Realisierung und Sicherung des bundesweit einheitlichen Höhenbezugssystems. Sie stellen als Höhennetz den amtlichen Höhenbezugsrahmen dar.

Höhenangaben dienen u.a. der Lösung vermessungstechnischer Aufgaben in Wissenschaft und Praxis, z.B. der Planung, Durchführung und Überwachung jeglicher Baumaßnahmen (Haus-, Strassen-, Wasser- und Eisenbahnbau), der Kartenherstellung, sowie der Feststellung und Beweisführung von Bodenbewegungen bergbaulicher- oder tektonischer Herkunft.

Das Höhennetz der Landesvermessung wird physisch realisiert durch bedarfsgerechte und dauerhafte Vermarkungen durch Metallbolzen, die als Höhenfestpunkte (HFP) bezeichnet werden. Sie bilden die Grundlage jeglicher in der Praxis benötigter Höhenvermessungen (Gebrauchshöhen).

Die Nachhaltigkeit millimetergenauer Höhenangaben über größere Zeiträume hinweg ist nur an stabilen Höhenfestpunktträgern gewährleistet. Am besten eignen sich Gebäude, die unterkellert und damit frostsicher gegründet sind. Fehlen geeignete Vermarkungsträger, werden die Metallbolzen in Festlegungspfeilern aus Granit oder Beton gesetzt, die fest gegründet in die Erde eingebracht werden.

Die Höhenfestpunkte werden durch Präzisionsnivellements über größere Entfernungen hinweg messtechnisch einheitlich und hochgenau bestimmt. Die Höhenangaben werden nach entsprechenden Auswertungen im amtlichen Höhenbezugssystem DHHN92 angegeben und in Nordrhein-Westfalen im amtlichen Nachweis AFIS(Amtliches Festpunktinformationssystem) geführt. Sie repräsentieren die Höhenkomponente des bundesweit einheitlichen Raumbezuges. Da die messtechnische Bestimmung von HFP mit hohem Aufwand verbunden ist, werden die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Gebäuden und Grundstücken gebeten, für die unversehrte Erhaltung und die Anmessbarkeit der HFP Sorge zu tragen (§ 7 Abs. 3 und 4 VermKatG NRW).

Die Höhenfestpunkte ermöglichen es jeder Vermessungsstelle, eigene Vermessungen in das amtliche Höhenbezugssystem DHHN92 einzuhängen.

HFP gewährleisten für Nordrhein-Westfalen die Anbindung an das Landesbezugssystem DHHN92.

DHHN92/ETRS89

Neubestimmungen der HFP erfolgen bedarfsgerecht, abhängig vom Grad der Bodenbewegungen.

Relative Genauigkeit (im Arbeitsgebiet) +/- 1.5 mm

  • Festpunkt-Übersicht (über Dienst in TIM-online)
  • Einzelpunktnachweis (einschließlich Punktbeschreibung)
  • Punktlisten
  • kleinste Abgabeeinheit: Einzelpunktnachweis (1 HFP)
  • Format: PDF sowie weitere Formate je nach Nutzung
  • WMS
  • zu betrachten unter TIM-online.nrw.de
  • Bereitstellung über AFIS(Amtliches Festpunktinformationssystem) für folgende Institutionen:
    • Landesbehörden,
    • Bezirksregierungen,
    • Kataster- und Vermessungsämter der Kreise und kreisfreien Städte,
    • Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Markscheider und
    • an Leitnivellements beteiligte Vermessungsstellen.

Andere Vermessungsstellen können Auszüge über den Nachweis der Festpunkte beantragen unter unserer zentralen Rufnummer, siehe unter Kundenservice.

Gebühr für eine interne Nutzung an einem Arbeitsplatz pro Abgabeeinheit: je Datensatz jeweils 0,90 Euro

Für hoheitliche Aufgaben der amtlichen Vermessungs- und Katasterverwaltung werden die Daten der HFP gebührenfrei zur Verfügung gestellt.

Die genannten Gebühren sind in der Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung – VermWertGebO NRW) vom 05.07.2010 in der jeweils gültigen Fassung und dem zugehörigen Vermessungs- und Wertermittlungsgebührentarif (VermWertGebT) festgelegt.

Es gelten die Allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen (AGNB).