Schwerefestpunkte (SFP)


Die Schwerefestpunkte (SFP) dienen der physischen Realisierung und Sicherung des bundesweit einheitlichen Schwerebezugssystems. Sie stellen als Schwerenetz den amtlichen Schwerebezugsrahmen dar.

Schwerefestpunkte (SFP) sind Festpunkte, deren Schwerewerte (Schwerebeschleunigung) mit Gravimetern hochgenau bestimmt werden. Aktuelles Bezugssystem ist das Deutsche Hauptschwerenetz 1996 (DHSN96).

SFP dienen in erster Linie der Bestimmung der Erdfigur, und damit der physikalischen Höhenbezugsfläche (Geoid). Weitere Anwendungen sind schwerefeldbedingte Korrektionen für Messungen im Höhenfestpunktfeld und Grundlage für gravimetrische Spezialmessungen mit geophysikalischen Aufgabenstellungen.

Die Schwerefestpunkte werden in der Regel nicht separat vermarkt. Es werden vielmehr geeignete Höhenfestpunkte (HFP) oder Geodätische Grundnetzpunkte (GGP) ausgewählt.

Die Schwerefestpunkte ermöglichen es jeder Vermessungsstelle, eigene Schweremessungen im Bezugssystem DHSN96 durchzuführen.

SFP gewährleisten flächendeckend für Nordrhein-Westfalen die Anbindung an das DHSN96.

  • Lage: ETRS89/UTM
  • Höhe: NHN
  • Schwere: DHSN96

Zerstörte Schwerefestpunkte werden wieder hergestellt oder Ersatzpunkte bestimmt.

  • Schwere: 20 x 10-8 ms-2 (SFP 1.Ordnung und GGP)
  • SFP-Übersicht
  • Einzelnachweis (einschließlich Punktbeschreibung)
  • Zeitfolgekartei
  • Punktliste
  • kleinste Abgabeeinheit: Einzelnachweis (1 SFP)
  • Format: verschiedene Formate je nach Nutzung oder PDF
  • WMS
  • zu betrachten unter TIM-online.nrw.de
  • Bereitstellung über AFIS(Amtliches Festpunktinformationssystem) für folgende Institutionen:
    • Landesbehörden,
    • Bezirksregierungen,
    • Kataster- und Vermessungsämter der Kreise und kreisfreien Städte,
    • Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Markscheider und
    • am Leitnivellement beteiligte Vermessungsstellen.

Andere Vermessungsstellen können Auszüge über den Nachweis der Festpunkte beantragen unter unserer zentralen Rufnummer, siehe unter Kundenservice.

Gebühr für eine interne Nutzung an einem Arbeitsplatz pro Abgabeeinheit: je Datensatz jeweils 0,90 Euro.

Für hoheitliche Aufgaben der amtlichen Vermessungs- und Katasterverwaltung werden die Daten der SFP gebührenfrei zur Verfügung gestellt.

Die genannten Gebühren sind in der Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung – VermWertGebO NRW) vom 05.07.2010 in der jeweils gültigen Fassung und dem zugehörigen Vermessungs- und Wertermittlungsgebührentarif (VermWertGebT) festgelegt.

Es gelten die Allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen (AGNB).