1816 - 1847: Preußische Generalstabskarte 1:86.400


Die „Generalstabskarte 1:86.400“ wurde ab 1816 als militärische Operationskarte für ganz Preußen hergestellt.

Die Notwendigkeit, von dem durch den Wiener Kongress weitgehend umgebildeten Staatsgebiet des Königreichs Preußen, in Kürze eine brauchbare Operationskarte zu besitzen, führte ab 1816 zur Herstellung der „Generalstabskarte 1: 86.400, halbe Gradteilung“, welche als unmittelbarer Vorläufer der „Karte des Deutschen Reiches“ (KDR) anzusehen ist. Als Grundlage hierfür dienten Reduktionen aus den Kartenaufnahmen von Tranchot und v. Müffling.

Kartenbeispiel: Preußische Generalstabskarte 1:86.400 (1816 - 1847)

Während für den östlichen Teil des preußischen Staatsgebietes das neue Kartenwerk bereits im Maßstab 1:100.000 entstand, wurde im Westen, in Anlehnung an die französischen Kartenwerke von Cassini, Ferraris und v. Lecoq weiterhin der Maßstab 1:86.400 verwendet.

Der Kartenrahmen besteht nur aus einem einfachen geraden Strich und bei den fertig ausgearbeiteten Sektionen befindet sich in der Mitte des unteren Kartenrandes ein Linearmaßstab für eine preußische Meile, wobei das Maßstabsverhältnis selbst nicht angegeben ist.

Da es noch keine systematische Höhenaufnahme gab, beschränkte man sich bei der Geländewiedergabe auf die Verwendung von Böschungsschraffen.

Aufgrund des großen Zeitdrucks bei der Herstellung dieses Kartenwerkes wurde die Kartenaussage auf das militärisch Notwendigste beschränkt. Eine Veröffentlichung unterblieb.

Das Kartenwerk umfasst 85 Kartenblätter mit einem Kartenbildformat von ca. 41 cm x 32 cm. Von den 30 zu beziehenden Kartenblättern weisen die Blätter Olpe (16) und Berleburg (17) keine Geländedarstellung auf.

Als Ergänzung zum vorliegenden Kartenwerk gibt die Bezirksregierung Köln, Geobasis NRW die Reproduktion eines handgeschriebenen „Statistischen Tableaus“ der ehemaligen preußischen Rheinprovinz heraus. Diese für militärische Zwecke bearbeitete statistische Erhebung aus dem Jahre 1837 gibt Auskunft über Größe und Bevölkerungsanzahl der Kreise und Regierungsbezirke sowie über landwirtschaftliche und industrielle Erzeugnisse der Region. Das Tableau hat ein Blattformat von 81 cm x 54 cm.

  • Dokumentation einer Zeitreihe / Stadtentwicklung
  • Umweltschutz / Renaturierung
  • Archäologische Untersuchungen
  • Ahnenforschung
  • Dekorative Wandgestaltung / Geschenk

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Die 30 Kartenblätter im Gebiet von Nordrhein-Westfalen decken das Rheinland und südliche Teile Westfalens ab.

Das Kartenwerk umfasst insgesamt 85 Kartenblätter. Die südlich angrenzenden Kartenblätter der HK 86 PG werden vom Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz vertrieben.

  • 30 Kartenblätter
  • Statistisches Tableau

schwarz/weiß

Auf Wunsch kann eine individuelle Selektion der digitalen Daten durch eine Fachkraft erfolgen. Die Aushändigung oder Übersendung der Geobasisdaten erfolgt i. d. R. mit Hilfe eines Datenträgers und wird nach Arbeitsaufwand in Rechnung gestellt.

Kartenblätter sowie Statistisches Tableau können analog abgegeben werden.

Für analoge Datenabgaben (Plots) werden gemäß Anlage zur VermWertGebO NRW, Tarifstelle 2.2 Nr. 2 Gebühren nach Zeitaufwand festgesetzt:

  • Bis einschl. DIN A1: Eine Arbeitshalbstunde: 30,- Euro
  • Größer als DIN A1: Zwei Arbeitshalbstunden: 60,- Euro

Für individuell zusammengestellte Datenpakete sowie Auswertungen von Geobasisdaten werden gemäß Anlage zur VermWertGebO NRW, Tarifstelle 2.2 Nr. 4 Zeitgebühren festgesetzt:

  • Zeitgebühr: Je Arbeitshalbstunde 30,- bzw. 44,- Euro

Lizenzen und Gebühren sind in der Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung – VermWertGebO NRW) vom 05.07.2010 in der jeweils gültigen Fassung und dem zugehörigen Vermessungs- und Wertermittlungsgebührentarif (VermWertGebT) festgelegt.