1881 - 1883: Karten des Fürstenthums Lippe 1:25.000


Für die Karten des Fürstenthums Lippe in 6 Sektionen wurden Katasteraufnahmen aus den 1870er Jahren in den Maßstab 1:25.000 verkleinert und anschließend generalisiert.

Die erste trigonometrische Vermessung des Landes Lippe wurde 1799 bis 1800 im Rahmen der Netzmessung unter Le Coq durchgeführt. Die Preußische Kartenaufnahme 1:25.000 von 1836 bis 1850, Uraufnahme schloss das Gebiet des Fürstentums jedoch aus.

Kartenbeispiel: Ausschnitt Detmold

Mit dem Beitritt zum Norddeutschen Bund und dem Abschluss einer Militärkonvention mit Preußen im Jahre 1867 fiel dem Königlich-Preußischen Generalstab auch die kartographische Bearbeitung Lippes zu.

Die Grundsteuer von den Liegenschaften bildete um 1870 eine wesentliche Einnahmequelle für den lippischen Staat. Große Ungleichheiten in den Grundlagen der Steuer veranlassten deshalb die Lippische Regierung im Jahre 1869, eine Vermessung des Fürstentums und die Neuveranlagung der Grundsteuer mit preußischer Hilfe vorzuschlagen.

Im Staatsvertrag von 1874 wurde dem preußischen Finanzminister die Leitung übertragen. Er ernannte daraufhin 1874 Regierungsrat Louis Sauerhering und danach 1877 den Katasterinspektor und Steuerrat Hugo Kosack zu seinen ausführenden Kommissaren für die Arbeit in Lippe.

Als Grundlage für die Katastervermessung wurden, mit dem Koordinatennullpunkt Hermannsdenkmal, circa 1100 TP und 29000 Polygonpunkte bestimmt. Die Punktdichte erfüllt auch die heutigen Ansprüche einer festpunktorientierten Katastervermessung.

Für die Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 teilte 1881 der Zeichner Mathias Schäfer das Land in 6 Sektionen ein. Auf die Zeichenbögen trug er ein Quadratnetz im Abstand von 5000 m (= 20 cm auf dem Papier) und weitere parallele Zwischenlinien auf. In diesen Rahmen zeichnete er den generalisierten Grundriss der verkleinerten Gemarkungskarten mit Tusche ein und legte die Darstellung teilweise farbig an. Die Fläche außerhalb des Fürstentums Lippe blieb weiß, im Inneren grenzten Quadratnetzlinien die unterschiedlich großen Sektionen ab. Wegen des großen Abstandes vom Hauptland mussten die Exklaven Lipperode und Cappel auf Sektion V (Horn) je für sich räumlich versetzt gezeichnet werden.

Das Titelblatt mit der Zeichenerklärung unterschrieb Hugo Kosack zum Zeichen der Schlussprüfung.

  • Dokumentation einer Zeitreihe / Stadtentwicklung
  • Umweltschutz / Renaturierung
  • Archäologische Untersuchungen
  • Ahnenforschung
  • Dekorative Wandgestaltung / Geschenk

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Das Kartenwerk zeigt das ehemalige lippische Landesgebiet.

Lage: DHDN90/GK (EPSG 31466/31467)

  • 6 Kartenblätter
  • Titelblatt mit Zeichenerklärung

schwarz/weiß

Farbe

WMS

  • 1881 – 1883 Fürstenthum Lippe: http://www.wms.nrw.de/geobasis/wms_nw_lippe
  • Blattschnitte der Historischen Karten vor 1912: http://www.wms.nrw.de/geobasis/wms_nw_hist_blattschnitte

Im Einzelfall kann auf Antrag eine individuelle Selektion der digitalen Daten durch eine Fachkraft erfolgen. Die Aushändigung oder Übersendung der Geobasisdaten erfolgt i. d. R. mit Hilfe eines Datenträgers. Diese Amtshandlung ist gebührenpflichtig (Zeitaufwand).

Die Kartenblätter können auf Antrag analog abgegeben werden.

Für individuell zusammengestellte Datenpakete sowie Auswertungen von Geobasisdaten werden gemäß Anlage zur VermWertGebO NRW, Tarifstelle 2.2 Nr. 4 Zeitgebühren festgesetzt:

  • Zeitgebühr: Je Arbeitshalbstunde 30,- bzw. 44,- Euro

Für analoge Datenabgaben (Plots) werden gemäß Anlage zur VermWertGebO NRW, Tarifstelle 2.2 Nr. 2 Gebühren nach Zeitaufwand festgesetzt:

  • Bis einschl. DIN A1: Eine Arbeitshalbstunde: 30,- Euro
  • Größer als DIN A1: Zwei Arbeitshalbstunden: 60,- Euro

Die Gebühren sind in der Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung – VermWertGebO NRW) vom 05.07.2010 in der jeweils gültigen Fassung und dem zugehörigen Vermessungs- und Wertermittlungsgebührentarif (VermWertGebT) festgelegt (SGV.NRW.7134).