Braunkohlenausschuss


Das Rheinische Braunkohlenrevier ist das größte Abbaugebiet Europas und hat durch seine großen Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden maßgeblich landschaftsverändernde Wirkung, die sich energiepolitisch begründet möglichst sozialverträglich entfalten soll.

Stefan Götz, Vorsitzender des Braunkohlenausschusses

Angesichts des Ausstiegs aus der Kernenergie bis Ende 2022 und der Beendigung des Steinkohlenbergbaus in Deutschland im Jahr 2018 hat der Bodenschatz Braunkohle als einziger heimischer Energieträger, der gefördert, verstromt und veredelt werden kann, trotz des enormen Ausbaus der Erneuerbaren Energien wieder an Bedeutung gewonnen. Allein in Nordrhein-Westfalen hängen über 30.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze an der Braunkohle.

Die Aufgabe des Braunkohlenausschusses ist es, den Umfang und die Abbaudauer der Tagebaue vor dem Hintergrund des enormen Eingriffs in die Landschaft und die Lebensplanung der von Umsiedlungen betroffenen Menschen in ausgewogenen Entscheidungen zu gestalten. Dabei sind die Interessen der Umsiedler in besonderem Maße zu berücksichtigen.

Die von der Landesregierung angekündigte neue Leitentscheidung zum Tagebau Garzweiler II wird vor allem den Braunkohlenausschuss vor große Herausforderungen stellen. Ich bin mir als Vorsitzender dieses Gremium aber sicher, dass wir die Herausforderungen mit allen Betroffenen gemeinsam und erfolgreich meistern werden.


Stefan Götz

Vorsitzender des Braunkohlenausschusses

Die neue Sitzungsperiode des Braunkohlenausschusses wartet mit besonderen Heausforderungen auf.

Gisela Walsken, Regierungspräsidentin

Die Landesregierung hat angesichts der Energiewende eine Leitentscheidung zur Braunkohlenpolitik in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Der Braunkohlentagebau Garzweiler II soll verkleinert und es sollen keine weiteren Umsiedlungen nach den im April 2014 vom Braunkohlenausschuss beschlossenen Umsiedlungsverfahren für die Erkelenzer Orte Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich sowie Berverath mehr durchgeführt werden. Die neue Leitentscheidung wird den Rahmen bilden, an dem sich alle nachfolgenden Planungsverfahren orientieren müssen und damit die Arbeit des Braunkohlenausschusses maßgeblich prägen. Nach der Leitentscheidung muss der Braunkohlenausschuss insbesondere den Braunkohlenplan Garzweiler II entsprechend anpassen. Dieses Verfahren ist hochkomplex und wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Ich bin sicher, dass der Braunkohlenausschuss aufgrund seiner in Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen, seiner Ortsnähe und wegen seiner bewährten vermittelnden Funktion im Braunkohlenrevier am Ende die notwendigen ausgewogenen Entscheidungen treffen wird.


Gisela Walsken

Regierungspräsidentin