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Vita des Vorsitzenden des Regionalrates Rainer Deppe

Rainer Deppe wurde 1956 in Köln geboren, ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Erfahren Sie mehr ...



Vita von Frau Regierungspräsidentin Gisela Walsken

Gisela Walsken wurde 1958 in Duisburg geboren, ist verheiratet und hat einen Sohn.
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Antrittsrede des Regionalrates-vorsitzenden Rainer Deppe

"Wir nehmen eine wichtige Aufgabe wahr. Der Regierungsbezirk Köln gehört zu den ganz großen im Land. Von Radevormwald bis Hellenthal und von Selfkant bis nach Reichshof sind wir in Bezug auf die Fläche der zweitgrößte Regierungsbezirk des Landes."
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Herzlich willkommen beim Regionalrat Köln

Die 41 Mitglieder des Regionalrates Köln bilden die politische Vertretung des Regierungsbezirks Köln. Gewählt von den Kreistagen von 6 Landkreisen, von den Räten von 3 kreisfreien Städten und vom Städteregionstag Aachen repräsentieren die ehrenamtlich tätigen Regionalratsmitglieder die 4,4 Mio. Einwohner des Regierungsbezirks.

Rainer Deppe

Die wichtigste Aufgabe des größten Regionalrates in Deutschland ist die Strukturpolitik. Wir sind uns einig, dass wir unsere Region zwischen Selfkant im Westen, dem Oberbergischen im Osten, der Eifel im Süden und Leverkusen im Norden, gemeinsam und abgestimmt voranbringen wollen. Dabei geht es häufig um Siedlungs- und Flächenpolitik, Gewerbeentwicklung, Verkehrswege, Naturschutz und Energiepolitik. Der Regierungsbezirk Köln gehört zu den dynamischsten und den wenigen noch wachsenden Regionen Deutschlands. Es ist unsere Aufgabe, heute die Weichen so zu stellen, damit dies auch in Zukunft so bleibt.

Als Vorsitzender des Regionalrates freue ich mich über Ihr Interesse und lade Sie ein, unsere Arbeit zu begleiten.

Ihr Rainer Deppe
Vorsitzender des Regionalrates Köln

Eine abgestimmte regionale Planungspolitik, die einen überörtlichen Interessenausgleich sicherstellt, ist unverzichtbar für eine dynamische und ausgewogene Entwicklung des Regierungsbezirks Köln. Das ist die gemeinsame Aufgabe des Regionalrates und der Bezirksregierung Köln. Denn im Zeitalter der Globalisierung sind die Wirtschafts- und Lebenszusammenhänge längst über kommunale Grenzen hinaus gewachsen.

Gisela Walsken

Regionale Planungs- und Entwicklungspolitik soll die notwendigen Impulse für den wirtschaftlichen Fortschritt geben, darf aber dabei nicht die Ansprüche der Bevölkerung und den Schutz der Natur außer Acht lassen. Es muss gelingen, die verschiedenen Interessen sachlich und überzeugend zu gewichten und bedarfsorientierte Lösungen zu finden, die von der Region mitgetragen werden und die verlässliche und rechtssichere Grundlagen für die Zukunft schaffen. Ich möchte regionale Lösungen in diesem Sinne fördern und damit den Regionalrat als Mittler zwischen der kommunalen Selbstverwaltung und der staatlichen Planung im Interesse der Region wirkungsvoll unterstützen.

Ich lade Sie alle ein, die Arbeit des Regionalrates auch über das Internet zu verfolgen und sich in die Planungen einzubringen.

Gisela Walsken
Regierungspräsidentin

geboren 1956 in Köln

verheiratet, 4 erwachsene Kinder, katholisch


staatlich geprüfter Landwirt

1984 – 1991 | selbstständiger Landwirt

1991 – 2001 | Geschäftsführer der CDU Rheinisch-Bergischer Kreis

2002 – 2005 | Leiter Kundenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit der Rheinischen Versorgungskassen, Köln

2005 und 2010 | direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis II

  • Sprecher im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
  • Mitglied des Ausschusses für Bauen und Verkehr

seit Januar 2010 ist Rainer Deppe Vorsitzender des Regionalrates Köln


Mitglied der CDU seit 1973

Vorsitzender des Kreisverbandes Rheinisch-Bergischer Kreis seit 2007

Mitglied des Kreistages des Rheinisch-Bergischen Kreises seit 1994

Mitglied des Regionalrates seit 2001


Ehrenamtliche Tätigkeiten:

  • Katholische Stiftung "Die Gute Hand", Kürten - Mitglied des Kuratoriums
  • Züchterzentrale Rheinisch-Bergischer Kreis, Bergisch Gladbach - Vorsitzender
  • Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bergisch Gladbach - stellvertretender Vorsitzender
  • Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V., Ansbach - Mitglied des Vorstandes
  • NRW-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, Düsseldorf - Mitglied des Stiftungsrates

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir nehmen eine wichtige Aufgabe wahr. Der Regierungsbezirk Köln gehört zu den ganz großen im Land. Von Radevormwald bis Hellenthal und von Selfkant bis nach Reichshof sind wir in Bezug auf die Fläche der zweitgrößte Regierungsbezirk des Landes. Noch größeres Gewicht haben die 4.360.000 Einwohner, die uns im Bezug auf die Einwohnerzahl zum zweitgrößten Regierungsbezirk ganz Deutschlands machen; und wenn wir beachten, dass der Regionalrat Düsseldorf nur für ein Teilgebiet zuständig ist, sind wir mit Fug und Recht der größte Regionalrat in Deutschland.

Konstituierende Sitzung des Regionalrates des Regierungsbezirks Köln

Mit unseren 4,3 Mio. Einwohnern könnten wir in Deutschland ohne Weiteres das sechstgrößte Bundesland sein. Und im europäischen Maßstab wären immerhin 8 Mitgliedsstaaten kleiner als unser Regierungsbezirk. Von der Einwohnerzahl am ehesten vergleichbar wären wir mit der Republik Irland. Diese Dimension sollten wir uns vergegenwärtigen, wenn wir über die Arbeit des Regionalrates sprechen. Wir haben also keineswegs Veranlassung, uns kleiner zu machen oder machen zu lassen, als wir sind.

Unser Regierungsbezirk ist enorm vielfältig, ganz unterschiedlich strukturiert und vielleicht gerade deshalb so attraktiv. Von der Grenzregion zu den Niederlanden und Belgien, den Höhen der Eifel, den Weiten der Rheinischen Bucht, mit den großen Flächen für Landwirtschaft und für die Braunkohlegewinnung, über die Metropole Köln, den Rhein als größte europäische Wasserstraße, die Hochschulstädte Bonn, Aachen, Köln mit zumindest nationalem Renommee, die Chemiestadt Leverkusen, die Mittelgebirgslandschaft des Bergischen Landes, das Verkehrskreuz des Westens mit dem größten Bahnhof Deutschlands, einen Flughafen mit interkontinentalen Möglichkeiten, der Dom und viele weitere Orte aktiver Religionsausübung, Kultur, Kunst, Sport - bis auf Hochgebirge und Meer haben wir eigentlich alles, was man sich wünschen kann.

Wenn wir diese vielfältige Region mit den ganz unterschiedlichen Räumen fortentwickeln und gleichzeitig zusammenhalten wollen - und ich denke, genau das ist unsere Aufgabe - dann tun wir gut daran, ein paar Denk- und Verhaltensweisen, sozusagen die Essentials der regionalen Zusammenarbeit, zu beherzigen.

Kirchtürme - aber selbst der LVR-Turm in Deutz - sind nicht hoch genug. Kirchtumsdenken bringt uns nicht nach vorn. Wenn die Antrittsreden vorbei sind, auch dann muss uns immer klar sein: Lokale Egoismen und Eifersüchteleien bringen uns nicht weiter. Sie schaden sogar. Der Vorteil des einen Nachbarn muss sogleich der Vorteil für den anderen Nachbarn sein - genauso wie der Schaden des einen unweigerlich negative Auswirkung auf den anderen hat.

Sektorales Denken ist notwendigerweise beschränkt. Oft genug diskutieren und entscheiden wir in den Kategorien der unterschiedlichen Politikbereiche, bei uns manifestiert durch die unterschiedlichen Förderprogramme. Dabei wird es unsere Aufgabe sein, die Förderprogramme, bei denen wir die formale Zuständigkeit haben, die Entscheidungen im Regionalplan und die Möglichkeiten außerhalb dieser Programme zusammen zu sehen, sie zu bündeln und damit gemeinsam etwas zu bewirken. Wir haben die Kammern der Wirtschaft, die Gewerkschaften, den Sport, den Naturschutz, die Gleichstellungsstellen und die Kommunalverwaltungen hier mit am Tisch. Ich möchte sie zu einer aktiven Mitarbeit animieren. Die Rolle des Aufpassers ist zu unbedeutend. Nutzen wir doch den zweifellos vorhandenen Sachverstand und die Kreativität aller hier, mit Ideen, Vernetzung und Zusammenarbeit Projekte für uns alle voranzubringen.

Wir alle hier kennen den Rheinländer an sich - also eigentlich uns selbst. Wir wissen, dass der Rheinländer Bevormundungen überhaupt nicht schätzt und ihm Unterordnung überhaupt nicht liegt. Gleichzeitig ist er aber äußerst kooperativ und darin, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen. Nicht "live and let die" ist unsere rheinische Maxime, sondern vielmehr entspricht das "leben und leben lassen" unserem Lebensgefühl. Und da passen Gedankenspiele nach einer Reglementierung der regionalen Zusammenarbeit von oben nach unten überhaupt nicht in unsere Mentalität. Da macht es kaum Unterschiede, ob jemand die Idee eines regionalen Zweckverbandes mit Kompetenzen über die kommunale Selbstverwaltung hinweg propagiert oder ob das 1975 schmerzhaft abgeschlossene Thema der Eingemeindungen wieder mal aufgewärmt wird.

Denken von oben passt einfach nicht zu unserem rheinischen Lebensgefühl. Wir begegnen uns hier im Regionalrat auf Augenhöhe, gleichberechtigt und gleich wichtig - egal ob wir aus der Weltstadt oder aus einem ganz ländlichen Kreis kommen, und gleich ob wir aus der Verwaltung oder der Politik kommen. Wir haben nämlich gelernt, wie regionale Zusammenarbeit funktioniert. Die Prozesse der EU-Regionale 2008 und der Regionale 2010 sind doch Blaupausen, wie regionale Zusammenarbeit zum Nutzen der gesamten Region gelingt:

  • nicht von oben nach unten, sondern gleichberechtigt, auf Augenhöhe,
  • fachübergreifend, über die Systematik von Zuständigkeiten und Fördertöpfen hinweg,
  • interkommunal, im gut verstandenen Eigeninteresse zum Vorteil Aller.
  • sozusagen vor Ort abgestimmte und von unten getragene strukturelle Konzepte für die beiden Teilräume im Regierungsbezirk Köln.

Wir wissen alle hier im Raum: Projekte bringt man nur nach vorn, wenn sie vom Konsens aller getragen werden. Deshalb meine Bitte: lassen Sie uns gemeinsam für die Region arbeiten. Über Uneinigkeit freuen sich nur andere. Die einst übermächtigen Seilschaften des Ruhrgebietes sind zwar geschwächt, aber immer noch intakt.

Die Schlachten in den Räten und den Kreistagen oder die des Landtages können ja dort geschlagen werden. Wir sind nicht das verlängerte Spielfeld von Stadträten, Kreistagen und Landtag. Wir sind der Regionalrat für die gesamte Region und für 4,3 Mio. Menschen, die mit Recht viel von uns erwarten. Ich bin mir ganz sicher: mit der Bezirksregierung, mit unseren Verbindungen, mit dem ehrlichen Willen zur fairen Zusammenarbeit können wir unsere starke Region, die zu den wenigen Gegenden Deutschlands gehört, denen noch Wachstum zugetraut wird, viel erreichen.

Das Rheinland und die Menschen hier sind es wert.



 

Letzte Änderung(en): 28.02.2011 19:30 Uhr | Erstellt am: 09.02.2011 16:08 Uhr