Teilplan: Nichtenergetische Rohstoffe


Die Verfügbarkeit von nichtenergetischen Rohstoffen stellt eine wesentliche Grundlage unserer heutigen Gesellschaft dar. Wirtschaft und Bevölkerung sind auf eine sichere und bedarfsgerechte Versorgung mit Bodenschätzen angewiesen. Gleichzeitig besteht ein gesellschaftliches Interesse an einer sparsamen und umweltverträglichen Nutzung von Rohstoffen, auch um die Rohstoffversorgung für kommende Generationen sicherzustellen.

Die planerische Sicherung von Lagerstätten für eine geordnete Gewinnung der dort lagernden Rohstoffe ist eine Aufgabe staatlicher Planung. Die Regionalplanung ist von der Landesregierung beauftragt, in den Regionalplänen „Bereiche für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze“ (BSAB, umgangssprachlich auch „Abgrabungsbereiche“ genannt) für nichtenergetische Rohstoffe zeichnerisch festzulegen. Dabei sind ausreichend Reserveflächen vorzuhalten, um die folgenden Mindestversorgungszeiträume zu gewährleisten:

  • 20 Jahre für alle Lockergesteine (Kies/Kiessand, Ton/Schluff, präquartäre Sande und Kiese),
  • 35 Jahren für alle Festgesteine (z.B. Kalkstein, Grauwacke).

Das Kapitel Rohstoffversorgung des Regionalplanes Köln muss aufgrund von Rechtsprechungen der vergangenen Jahre fortgeschrieben werden. Hierfür ist ein gesamträumliches Plankonzept erforderlich, welches den gesamten Regierungsbezirk nach einheitlichen Kriterien untersucht. Unter Abwägung sämtlicher Belange sollen die geeignetsten Standorte identifiziert werden. Bestehende Abgrabungen sowie bereits ausgewiesene BSAB werden in der Abwägung besonders berücksichtigt.

Die Fortschreibung wird sich zunächst alleinig auf die Lockergesteine beziehen. Für die Lockergesteine liegen die erforderlichen Datengrundlagen von dem Geologischen Dienst seit mehreren Jahren bereits vor. Für die Festgesteine befindet sich ein entsprechendes Monitoringsystem derzeit in der Entwicklung.

Die Versorgungsreichweiten der Lockergesteine werden von dem Geologischen Dienst jährlich erhoben. Seit mehreren Jahren kommt der Geologische Dienst stets zu dem Ergebnis, dass die Versorgung mit Lockergesteinen im Regierungsbezirk Köln gut ist: Der rechtlich geforderte Mindestversorgungszeitraum von 20 Jahren wird von allen Lockergesteinen deutlich überschritten.

Insgesamt befinden sich im Regierungsbezirk Köln ca. 120 aktive Abgrabungsstandorte (Stand: 01.01.2016), an denen die folgenden Lockergesteine gewonnen werden:

  • Kiese und Kiessande,
  • Ton und Schluff,
  • präquartäre Sande und Kiese („Industriesande- und Kiese“).
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