Teilplan: Nichtenergetische Rohstoffe


Regionalplan Köln

Die Verfügbarkeit von nichtenergetischen Rohstoffen stellt eine wesentliche Grundlage unserer heutigen Gesellschaft dar. Wirtschaft und Bevölkerung sind auf eine sichere und bedarfsgerechte Versorgung mit Bodenschätzen angewiesen. Gleichzeitig besteht ein gesellschaftliches Interesse an einer sparsamen und umweltverträglichen Nutzung von Rohstoffen, auch, um die Rohstoffversorgung für kommende Generationen sicherzustellen.

Die planerische Sicherung von Lagerstätten für eine geordnete Gewinnung der dort lagernden Rohstoffe ist eine Aufgabe staatlicher Planung. Die Regionalplanung ist von der Landesregierung beauftragt, in den Regionalplänen „Bereiche für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze“ (BSAB, umgangssprachlich auch „Abgrabungsbereiche“ genannt) für nichtenergetische Rohstoffe zeichnerisch festzulegen. Dabei sind ausreichend Reserveflächen vorzuhalten, um die folgenden Mindestversorgungszeiträume zu gewährleisten:

  • 20 Jahre für alle Lockergesteine (Kiese, Sande und Tone),
  • 35 Jahren für alle Festgesteine (z.B. Kalkstein, Grauwacke).

Der Teilplan Nichtenergetische Rohstoffe wird sich zunächst ausschließlich auf die Lockergesteine Kies/Kiessand und Ton/Schluff beziehen. Für diese Lockergesteine liegen die erforderlichen Datengrundlagen von dem Geologischen Dienst seit mehreren Jahren bereits vor. Zudem besteht hier das größte Handlungserfordernis, da diese Rohstoffe im Regierungsbezirk Köln an ca. ¾ aller Abgrabungsstandorte gewonnen werden.

An den übrigen Standorten werden entweder präquartäre Kiese und Sande oder Festgesteine gewonnen. Für die Festgesteine befindet sich ein entsprechendes Monitoringsystem derzeit beim Geologischen Dienst NRW in der Entwicklung. Für die Rohstoffe präquartäre Kiese und Sande (Industriekiese und -sande) sowie für Festgesteine werden voraussichtlich jeweils eigenständige Regionalplanverfahren zu gegebener Zeit durchgeführt.

>Das Verfahren des Teilplans Nichtenergetische Rohstoffe: Kies und Ton begann im Juni 2017 mit der Erhebung von unternehmerseitigen Abgrabungsinteressen. Schließlich sollen BSAB zukünftig nur dort festgelegt werden, wo aus Gesichtspunkten der Abgrabungsindustrie eine Rohstoffgewinnung tatsächlich sinnvoll erscheint.

Die Abgrabungsunternehmen wurden gebeten, der Regionalplanungsbehörde ihre Abgrabungsinteressen mitzuteilen (Erweiterungen und/oder Neuaufschlüsse). Die Mitteilung soll anhand eines standardisierten Fragebogens erfolgen. Der Fragebogen steht auf diesen Internetseiten zur Verfügung.

In regelmäßigen Abständen finden Abgrabungskonferenzen statt. Ziel dieser Konferenzen sind der fachliche Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen der Regionalplanungsbehörde und den Hauptakteuren des Abgrabungsgeschehens im Bezirk Köln. Hauptakteure sind neben den Kommunen, Behörden und Verbänden vor allem die Abgrabungsunternehmen.

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