LEADER (Liaison entre actions de développement de l'économie rurale)


Die Bezirksregierung Koeln ist der Ansprechpartner und die Bewilligungsbehörde für die LEADER-Förderung.

Seit 2007 wird Regionalentwicklung durch das von der Europäischen Union (EU) finanzierte Programm LEADER gefördert. Die Abkürzung LEADER stammt aus dem Französischen und steht für Liaison entre actions de développement de l´economie rurale und bedeutet auf Deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Grundlage und Schwerpunkt für die gerade abgelaufenen Förderperiode 2007-2013 der EU-finanzierten ländlichen Entwicklung war die ELER-Verordnung (ELER = Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums). Diese Verordnung ist in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit dem Programm „Ländlicher Raum 2007-2013“ umgesetzt worden.

Im Regierungsbezirk Köln profitieren die LEADER-Regionen „Eifel“ und „Der Selfkant“ noch bis 2015 von einer EU-Förderung in Höhe von über 2,6 Mio. Euro. Mit Hilfe dieser Förderung konnten in den beiden LEADER-Regionen unter anderem zahlreiche innovative Projekte zur Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum, zur Förderung der Diversifizierung der Wirtschaft umgesetzt werden. Die Bezirksregierung Köln begleitet als Bewilligungsbehörde die LEADER-Regionen von der Projektidee über die Stellung und Bewilligung des Förderantrages bis hin zur Auszahlung der Fördergelder und der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Das Besondere an LEADER ist der methodische Ansatz, der die Bevölkerung in der LEADER-Region aktiv in die Gestaltungsprozesse einbezieht. Für die Steuerung der lokalen Prozesse wird eine sogenannte Lokale Aktionsgruppe (LAG) gebildet und ein Regionalmanagement eingesetzt. Öffentliche und Wirtschafts- und Sozialpartner sind in der LAG gleichermaßen vertreten, so dass vorhandene Potentiale viel besser genutzt werden können und die Region von einem breiten Wissen und Engagement profitiert.

Zurzeit erarbeitet das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW das Nachfolge-Programm. Dieses wird orientiert an den Vorgaben der neuen ELER-Verordnung das LEADER-Konzept weiter entwickeln.

Nach den Vorstellungen der Europäischen Union (EU) soll ab 2014 ein Gemeinsamer Strategischer Rahmen (GSR) die Strategien der Mitgliedstaaten zu allen großen Förderfonds bündeln. Dies wird sich auch auf LEADER in NRW auswirken. Zum Beispiel soll sich die Anzahl der LEADER-Regionen und deren LEADER-Budget deutlich gegenüber der vorangegangenen Förderperiode erhöhen. Auch beinhaltet das Förderprogramm demnächst nicht mehr nur reine EU-Gelder sondern auch Landesmittel, was sich auf die Möglichkeiten der Kofinanzierung positiv auswirkt. Bislang mussten Projekte öffentlich kofinanziert werden, was angesichts angespannter Kommunalhaushalte oft eine große Herausforderung darstellte. Zukünftig kann die Kofinanzierung bis auf einen zwingenden Eigenanteil des Antragstellers von 10 % auch durch private Mittel erfolgen.

Als LEADER-Region können sich Regionen bewerben, deren Kommunen nicht nur in einem räumlichen sondern auch in einem sachlichen Zusammenhang stehen und die zusammen zwischen 30.000 - 150.000 Einwohnern haben. Zwingender Bestandteil der Bewerbung ist ein regionales Entwicklungskonzept (REK), in welchem die Region ihre strategischen Ziele und ihre Ideen für die Entwicklung der Region darlegt. Der Wettbewerb zur Auswahl der besten Konzepte wird voraussichtlich im Herbst 2014 bei dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz durchgeführt.

Informationen zum neuen NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ und zum LEADER-Wettbewerb erhalten Sie seitens der Bezirksregierungung Köln zu gegebener Zeit an dieser Stelle.

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