Diagnostik, Förderplanung und Beratung im Berufskolleg - Bausteine auf dem Weg zur inklusiven Schule


Kenn-Nr.: 1.122.2016/17-Hei
Thema: Diagnostik, Förderplanung und Beratung im Berufskolleg - Bausteine auf dem Weg zur inklusiven Schule
Zeit/ Beginn: siehe Module 1-4
Ort: siehe Module 1-4
Zielgruppe: siehe Module 1-4
Moderation: Ludgera Reckmann, CJD Frechen
Meike Röhlig, Berufskolleg Bergheim
Kosten: Reisekosten werden von der Bezirksregierung Köln nicht erstattet.
Inhalte:

Modul 1:

Überschaubare Diagnostik und Förderung
Termine: 9.11. und 16.11.2016, jeweils 09:00-16:00 Uhr
Ort: Jugenddorf Christopherusschule Frechen,
Clarenbergweg 81, 50226 Frechen
Zielgruppe: Lehrkräfte im Berufskolleg (ggfs. auch SozialpädagogInnen und/oder Werkstattlehrkräfte), insbesondere in der Ausbildungsvorbereitung, die Unterricht für Schüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf gestalten.
Moderation:
Ludgera Reckmann, CJD Frechen
Meike Röhlig, Berufskolleg Bergheim
Kosten: Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung Köln erstattet

Inhalte:

In einer Fortbildung im Umgang von 2 Tagen werden verschiedene Bausteine zur Förderung vorgestellt, als praktikable Hilfen, um Schülerinnen und Schüler besser unterstützen zu können. Hierbei wird dargestellt, wie durch die Bereiche Diagnostik, Förderung und Evaluation ein Förderkonzept entstehen kann. Sie werden feststellen, dass Sie einige dieser Beispiele in Ihren Arbeitsalltag schon länger einsetzen und dies neu einordnen können.

In der Diagnostik wird u.a. auf Selbst- und Fremdeinschätzung und diagnostische Verfahren eingegangen. Möglichkeiten einer handhabbaren Förderplanung und Vereinbarungen zur verbindlichen Umsetzung, um gemeinsame Zielvereinbarungen mit Schülerinnen und Schülern treffen zu können, werden aufgezeigt und weiterentwickelt. Eine Evaluation zeigt exemplarisch die Chancen auf, die Instrumente der Diagnostik und die Förderpläne zu reflektieren.

Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf benötigen gezielte Unterstützung durch angemessene Beratung und Begleitung sowie durch individuelle Unterrichtsgestaltung. Einige der hierfür notwendigen Bausteine werden in diesen Lehrerfortbildungen vorgestellt, in Übungen erprobt und reflektiert.

Die Teilnehmer/innen dieses Kurses erhalten die Gelegenheit, ihre eigene Arbeit zu hinterfragen, bestehende Vorgehensweisen zu überprüfen und sich neue anzueignen, was nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Kolleginnen und Kollegen wertvolle neue Impulse verschafft.

Modul 2:

Förderung von Teamentwicklung bei Schülerinnen und Schülern -
Spiele zur Förderung von Kooperations- und Konfliktfähigkeit
Termin: 30.11.2016, jeweils 09:00-16:00 Uhr
Ort: Berufskolleg Köln-Porz
Zielgruppe: Lehrkräfte im Berufskolleg (ggfs. auch SozialpädagogInnen und/oder Werkstattlehrkräfte), insbesondere in der Ausbildungsvorbereitung, die Unterricht für Schüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf gestalten.
Moderation: Sigrid Mathes, Berufskolleg Köln-Porz
Elke Seibold, Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg Troisdorf
Kosten: Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung Köln erstattet

Inhalte:

Um soziale Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu fördern, können Spiele im Unterrichtseinsatz hilfreich sein. Über Stärkung des Selbstwertgefühls, durch das eigene Erleben im Spiel, wird das Selbstbewusstsein und die Handlungskompetenz in konfliktträchtigen Situationen verbessert.

Auf der Basis von Erfahrungen mit Klassen aus dem Bereich Ausbildungsvorbereitung und Berufsfachschule werden verschiedene Siele zur Förderung der Kooperations- und Konfliktfähigkeit praktisch erprobt und bezüglich der Einsatzmöglichkeiten im Unterricht reflektiert.

Modul 3:

Inklusion im Unterrichtsalltag - Herausforderungen für multiprofessionelle Teams in der Ausbildungsvorbereitung
Termin: 14.12.2016 und 18.01.2017, jeweils 09:00-16:00 Uhr
Ort: Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg Troisdorf
Kerschensteiner Str. 4 in 53844 Troisdorf
Zielgruppe: Lehrkräfte im Berufskolleg (ggfs. auch SozialpädagogInnen und/oder Werkstattlehrkräfte), insbesondere in der Ausbildungsvorbereitung, die Unterricht für Schüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf gestalten.
Moderation: Elke Seibold, Georg-Kerschensteiner Berufskolleg Troisdorf
Julia Umlauf, Georg-Kerschensteiner Berufskolleg Troisdorf
Kosten: Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung Köln erstattet

Inhalte:

Inklusiver Unterricht zielt auf die Partizipation aller Jugendlichen im gemeinsamen Unterricht und erfordert aufgrund der zunehmenden Heterogenität der Schüler eine neue Sicht auf Unterricht und aller beteiligten Akteure.

Die Inhalte und Themen dieser zweiteiligen Fortbildung beziehen sich auf die Gestaltung und Umsetzung eines „inklusiven“ Unterrichts und der Prävention und Intervention von Unterrichtsstörungen.

Teil A Inklusive Unterrichtsgestaltung

  • Merkmale inklusiver Unterrichtsgestaltung
  • Praxisbeispiele zur konkreten Umsetzung
  • Entwickeln eigener Ansätze zur Implementierung von Inklusion im Unterricht

Teil B Classroom-Management -Strategien zur Prävention und Intervention von Unterrichtsstörungen

  • Entwicklung einer inklusiven Klassenkultur
  • Gestaltungsmöglichkeiten der Lernumgebung
  • Vereinbarungen entwickeln und deren Einhaltung sichern
  • Trainingsraumkonzept
  • Teambildung

Modul 4:

Der Nachteilsausgleich im Schulalltag

Termin: 25. 01. 2017
Ort: CJD Christophorusschule, Frechen
Zielgruppe: Lehrkräfte im Berufskolleg (ggfs. auch SozialpädagogInnen und/oder Werkstattlehrkräfte), insbesondere in der Ausbildungsvorbereitung, die Unterricht für Schüler/innen mit besonderem Unterstützungsbedarf gestalten.
Moderation: Heike Monjean, Nelly-Pütz-Berufskolleg, Düren
Siegfried Pranke, Goldenberg Berufskolleg, Hürth
Ludgera Reckmann, CJD Christophorusschule, Frechen
Kosten: Reisekosten werden nicht von der Bezirksregierung Köln erstattet

Inhalte:

Möglichkeiten und Grenzen des Nachteilsausgleichs, sowie alternative Notwendigkeiten (strukturelle Voraussetzungen, finanzielle Aspekte und individuelle Bedarfe)

„Nachteilsausgleiche zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und/oder sonderpädagogischem Förderbedarf durch gezielte Hilfestellungen in die Lage zu versetzen, ihre Fähigkeiten im Hinblick auf die gestellten Anforderungen nachzuweisen.“ (Arbeitshilfe des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW zur Gewährung von Nachteilsausgleichen, Nov. 2013, Seite 4)

Nachteilsausgleich – was heißt das eigentlich? Wer kann ihn erhalten? Wie kann der Nachteilsausgleich konkret aussehen? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Lehrerinnen und Lehrer sowie für Schülerinnen und Schüler?

Jeder Nachteilsausgleich ist individuell zu gestalten. Die Fortbildung vermittelt daher neben den rechtlichen Rahmenbedingungen, die auch das Antragsverfahren und die Dokumentation beschreiben, eine Fülle von Fallbeispielen, die den Nachteilsausgleich in der Praxis begreif- und umsetzbar machen. Gemeinsam werden konkrete Handlungsstrategien entwickelt, die neben dem Nachteilsausgleich auch andere Fördermöglichkeiten aufzeigen.