Fortbildungsreihe mit Praxisfällen aus dem Berufskolleg und Experten-Input: Umgang mit herausforderndem Verhalten von Schülerinnen und Schülern - Hilfen zur Prävention und Intervention


Kenn-Nr.: 1.218.2015/16-Hei
Thema: Modul 1: Individuelle Förderung von Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
Modul 2: Förderung emotionaler und soziales Kompetenzen- Umgang mit extrovertiertem und grenzüberschreitendem Verhalten
Modul 3: Teambildung im Inklusionsprozess und Hilfen für kollegiale Konfliktlösungen, vorgestellt vom Schulpsychologischen Dienst
Zeit/ Beginn: Modul 1: 10.03.2016, 09.00 - 15.00 Uhr
Modul 2: 24.05.2016, 09.00-15.00 Uhr
Modul 3: Juni 2016, 13.30-16.00 Uhr
Ort: Modul 1+2: Jugendherberge Köln-Deutz
Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs
Moderation: Expertise Modul 1: Andreas Hennemann, didaktische Leitung der Sekundarschule Overath, ehemals Inklusionskoordinator im Schulamt der Stadt Leverkusen
Expertise Modul 2: Andreas Hens, Schulleiter einer Förderschule für Emotionale und soziale Entwicklung, Anti-Aggressions-Trainer Winnie Jansen, Goldenberg BK Hürth (BG-Leitung Ausbildungsvorbereitung)
Kosten: Reisekosten werden auf Antrag von der Bezirksregierung Köln, Dez. 46, erstattet.
Inhalte:

Jugendliche mit ungewöhnlichen, nicht einzuordnenden Verhaltensformen sind im Berufskolleg insbesondere in der Ausbildungsvorbereitung in der Heterogenität der Lerngruppen oft eine besondere Herausforderung für das Lehrerhandeln. Auch Schülerinnen und Schüler, bei denen sich in ihrer bisherigen Lernbiografie Unterstützungsbedarf aufgrund von Lern- und Entwicklungsstörungen gezeigt hat, sind häufig Teil dieser Lerngruppen. Lehrkräfte benötigen Informationen zu den Hintergründen besonderer Verhaltensformen und v.a. sind sie häufig nicht erfahren im Umgang damit. Die Gruppenkonstellation in der heterogenen Lerngruppe lässt daher manchmal den Umgang mit einzelnen Verhaltensauffälligkeiten extrem schwierig erscheinen.

Folgende Informationen wären für den einzelnen Lehrer, die einzelne Lehrerin, aber auch für das Bildungsgangteam hilfreich, damit eine - möglichst optimale - individuelle Förderung für jeden Schüler, jede Schülerin je nach konkretem Unterstützungsbedarf gelingt?

  • Was ist das Spektrum der Erscheinungsformen von z.B. Autismus?
  • Was ist das Spektrum der Erscheinungen zu extrovertiertem Konfliktverhalten?
  • Welches unmittelbare Lehrerhandeln bietet sich in konkreten Situationen an?
  • Welche pädagogischen Fragestellungen im Unterricht ergeben sich dazu?
  • Welche Organisationsstruktur sollte im Hintergrund entstehen, um im Bildungsgang Vereinbarungen der Zusammenarbeit zu treffen: Verabredungen für den Schüler und seinen Unterstützungsbedarf
    • In der Schülergruppe
    • Unter den Lehrern im Bildungsgang
    • In der Kultur und Haltung des Miteinanders

Auf der Basis von Praxisfällen des Berufskollegs ermöglicht die Fortbildungsreihe einen Erfahrungsaustausch und die Erweiterung der Handlungsoptionen für den eigenen Unterricht und die Arbeit im Bildungsgangteam.

In den ersten beiden Veranstaltungen steht die Einbindung sonderpädagogischer Expertise als Informations- und Erfahrungsquelle im Mittelpunkt, in der dritten Veranstaltung die professionelle Ausrichtung bzw. gegenseitige Unterstützung im Team. Die Veranstaltungen sind einzeln buchbar.

Individuelle Förderung von Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS)

Bei Jugendlichen mit ASS liegt eine tiefgreifende Entwicklungsstörung vor. Dies führt dazu, dass die Schülerinnen und Schüler im schulischen Kontext häufig nicht verstanden werden und ihrerseits Schwierigkeiten haben, sich auf die schulischen Anforderungen einzulassen.

Wann liegt eine Autismus-Spektrum-Störung vor? Welche Besonderheiten des Verhaltens und des Erlebens der Jugendlichen gehören dazu?

Welches unmittelbare Handeln kann Zugänge und Kontakt zum Schüler/zur Schülerin öffnen? Welche Struktur im Hintergrund kann sehr hilfreich sein? Mit welchen kleinen Schritten kann begonnen werden?

Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen – Umgang mit extrovertiertem und grenzüberschreitendem Verhalten Was versteht die Sonderpädagogik unter Beeinträchtigungen im emotionalen und sozialen Bereich? Warum verhalten sich manche Schülerinnen und Schüler so, wie sie sich verhalten (Verhaltenssinn), welche Reaktionen seitens der Jugendlichen gehören dazu? Welches unmittelbare Handeln für Lehrkräfte ergibt sich daraus, um den Kontakt zum Schüler/zur Schülerin herzustellen bzw. zu halten und gleichzeitig klare Grenzen zu setzen. Welche Strukturen sind hilfreich und erforderlich, um die Herausforderungen anzugehen?

Teambildung im Inklusionsprozess und Hilfen für kollegiale Konfliktlösungen vorgestellt vom Schulpsychologischen Dienst

Hans Jürgen Kunigkeit, Fachbeauftragter Schulpsychologie der Bezirksregierung Köln, Schulpsychologischer Dienst Rhein-Erft