KOLP – Netzwerke: Workshops zur Arbeit mit kompetenzorientierten Bildungsplänen für die Bildungsgänge der Ausbildungsvorbereitung in Berufskollegs (Berufsfachschule, Anlage C) mit Schwerpunkt Soziales und Gesundheit


Kenn-Nr.: 1.244.2015/16-Hei
Thema: KOLP – Netzwerke: Workshops zur Arbeit mit kompetenzorientierten Bildungsplänen für die FHR-Bildungsgänge in den Berufskollegs (Berufsfachschule, Anlage C) mit Schwerpunkt Soziales und Gesundheit
Zeit/ Beginn: 27.04.2016 Vorgespräch (nur Leitungsverantwortliche des Bildungsgangs), Bezirksregierung Köln
ab 01.06.2016 Auftaktveranstaltung (weitere zwei Termine und Rückkopplung im Schuljahr 2016/17), Tagungshaus St. Georg Köln
Ort: siehe Termine
Zielgruppe: Die Berufskollegs benennen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diese regionalen Netzwerke in den Fächern: Gesundheitswissenschaften – Sozial- und Erziehungswissenschaft – Naturwissenschaften - Deutsch/Kommunikation –Englisch –Mathematik – Wirtschaftslehre. Fortbildungen in den Fächern Sport sowie kath. und ev. Religionslehre werden eigenständig angeboten. Voraussetzungen für die Teilnahme:
  • (Erfahrungen im) Unterrichtseinsatz in der FHR im benannten Fach (bitte mit kurzen Hinweis, falls fachfremd im Unterricht tätig)
  • Bereitschaft zur aktive Mitarbeit und Mitgestaltung der Workshops und des Austausches in der Fortbildungsgruppe
  • grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an allen 3 Phasen
Moderation: Dr. Stefan Sekul, BK Wipperfürth
Maria Stöwer, BK Wipperfürth
Heike Mings, BK Ulrepforte, Köln
Wolfram Reiser, Nicolaus August Otto BK, Köln
Ira Heup, BK Lindenstr., Köln
Christina Tharra, AMA, Köln
Markus Kloeckner, BK Erkelenz
Hans Joachim Dörpinghaus
Experten zu den profilbildenden Fächern werden jeweils eingeladen.
Kosten: Reisekosten werden von der Bezirksregierung Köln übernommen.
Inhalte:

Kompetenzorientiert unterrichten auf Basis der veränderten Bildungs- und Lehrplänen für die FHR-Bildungsgängen (verfügbar zur Ansicht ab Januar.2016; zur Erprobung in Kraft vorauss. ab 1.8.2016) führt zu einem veränderten Verständnis des Lehrerhandelns, um die Lernarrangements für Schülerinnen und Schüler angemessen vorbereiten zu können. Die Bildungs- und Lehrpläne definieren in jedem Fach Anforderungssituationen und erforderliche Kompetenzen zur adäquaten Bewältigung. Diese Anforderungssituationen werden mit Hinweisen zu kompetenzbasiertem Unterricht verbunden und in jedem Fach konkretisiert.

Auf Basis einer didaktischen Analyse können kompetenzorientiert Lehr-/Lernarrangements mit entsprechenden Arbeitsmaterialien und Instrumenten zur Erfolgskontrolle entwickelt werden. Über die sequenzielle Vernetzung von Unterrichtseinheiten werden die fachlichen Anteile als Beiträge zur didaktischen Jahresplanung des Bildungsgangs deutlich.

Wie schon bei anderen Schwerpunkten werden im Rahmen von moderatorengestützten regionalen Netzwerken (mit punktueller Unterstützung von Experten) in verschiedenen Phasen die Kernanliegen der kompetenzorientierten Lehrpläne bearbeitet, exemplarisch über Unterrichtsbeispiele die Erprobung geplant und erste Erfahrungen reflektiert. Das Gesamtangebot wird rd. 40 Fortbildungsstunden – verteilt über einen Zeitraum eines Jahres – umfassen.

Die drei Phasen werden dynamisch – nach Teilnehmerwünschen orientiert – zusammengefasst. Der Beginn der Netzwerk-Treffen ist für 2. HJ im Schuljahr 2015/16 vorgesehen.

Im Rahmen der Fortbildungsreihe „Kompetenzorientierte Bildungspläne für FHR-Bildungsgänge mit dem Schwerpunkt Soziales & Gesundheit“ erfolgt zunächst eine Auseinandersetzung mit der Grundintention bzw. Philosophie der Kompetenzorientierung. In diesem Zusammenhang wird der Aufbau der neuen kompetenzorientierten Bildungspläne erörtert, die für jedes Fach Anforderungssituationen formulieren, die durch Zielformulierungen für die unterrichtliche Umsetzung konkretisiert sind (Phase 1).

In Fachgruppen sollen ausgewählte Anforderungssituationen systematisch analysiert und anschließend die Beiträge der einzelnen Fächer zu einer vernetzten didaktischen Jahresplanung des Bildungsgangs exemplarisch aufgezeigt werden. Das zentrale Element bei der Umsetzung kompetenzorientierter Bildungspläne sind die Lernsituationen. Sie setzen die Kompetenzerwartungen der Handlungsfelder und Anforderungssituationen um, indem sie berufliche Probleme bzw. Handlungsabläufe didaktisch und methodisch aufbereitet aufgreifen und auf diese Weise den Erwerb umfassender Handlungskompetenz unterstützen. Sachlogisch sollen im Rahmen der Fortbildungsreihe schwerpunktmäßig berufsfeldbezogener Lernsituationen geplant und Arbeitsmaterialien mit offenen Aufgabenstellungen für die Erprobung im eigenen Unterricht entwickelt werden. Die Neuausrichtung des Unterrichts erfordert auch eine entsprechende Gestaltung von kompetenzorientierten Lernerfolgskontrollen und Abschlussprüfungen.

Besondere Bedeutung bei der Erarbeitung dieser (fächerübergreifender) Lernsituationen und der didaktischen Jahresplanung kommt der Teamentwicklung im Bildungsgang zu. Hilfreich erscheint aber auch eine schulübergreifende Vernetzung bzw. Zusammenarbeit, die z.B. in gemeinsam geplanten Lernsituationen oder Prüfungen münden kann (Phase 2 und 3).

Bei Bedarf können mit einem Rückkopplungstag im Winter 2016/17 die Erfahrungen im Bildungsgang gemeinsam ausgewertet werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können nach den Workshop-Treffen

  • die Leitgedanken kompetenzorientierten Unterrichtens und die Veränderungen für die Lehrerrolle kennen lernen und die dahinter stehende Lernhaltung und –architektur (Chancen eines ‚anderen Blicks’) reflektieren
  • die Anforderungen neuer Lehr-Lernarrangements im jeweiligen Fach nachvollziehen und exemplarisch an Unterrichtsbeispielen durchdenken
  • exemplarisch Instrumente der Selbst- und Fremdbeobachtung zur Ermittlung des Kompetenzstandes und der individuellen Weiterentwicklung entwickeln
  • exemplarisch komplexe Aufgaben entwickeln und sich niveaudifferenziert mit angemessenen Aufgabenstellungen und dem dazu gehörigen Classroom-Management beschäftigen
  • exemplarisch Anforderungen zur Lernerfolgsüberprüfung (Kompe-tenzentwicklung mit ansteigender Progression und Komplexität ermöglichen und sichtbar/überprüfbar machen) im Fach planen
  • sich über fachliche Anteile mit Fragen des kompetenzorientierten Unterrichtens für die Bildungsgangentwicklung beschäftigen, fächer-übergreifend didaktisch- methodische Querschnittsthemen erörtern und in die schulische Bildungsgangarbeit einbringen.

Sie dokumentieren ihre Arbeitsergebnisse in einem Portfolio.

Die Berufskollegs benennen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diese regionalen Netzwerke in den Fächern: Gesundheitswissenschaften – Sozial- und Erziehungswissenschaft – Naturwissenschaften - Deutsch/Kommunikation –Englisch –Mathematik – Wirtschaftslehre.

Fortbildungen in den Fächern Sport sowie kath. und ev. Religionslehre werden eigenständig angeboten.

Voraussetzungen für die Teilnahme:

  • (Erfahrungen im) Unterrichtseinsatz in der FHR im benannten Fach (bitte mit kurzen Hinweis, falls fachfremd im Unterricht tätig)
  • Bereitschaft zur aktive Mitarbeit und Mitgestaltung der Workshops und des Austausches in der Fortbildungsgruppe
  • grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an allen 3 Phasen

Bitte bedenken Sie bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer , dass in der Teilnehmergruppe Lehrkräfte sind, die die bisherige Bildungsgangplanungen kennen und Anknüpfungspunkte suchen/finden können.

Die Fortbildungsserie ist wie folgt organisiert:

Ein Vorgespräch mit den Leitungsverantwortlichen des Bildungsgangs soll die Passung zu den schulischen Anliegen und Fortbildungsbedarfen der Teilnehmergruppe ermöglichen (27.4.2016, 13.30h-16.30h, Bezirksregierung Köln, Raum G 103).

Die schulübergreifende Fortbildungsreihe für Lehrkräfte im Bildungsgang startet mit einer Auftaktveranstaltung zur Philosophie der Kompetenzorientierung am 1.Juni 2016 im Tagungshaus St. Georg, Rolandstr. 61 (Kölner Südstadt).

Mit dem Auftakt werden weitere zwei Termine nach den Sommerferien verabredet, um die konkrete Erarbeitung von ersten Zugängen zur Didaktischen Jahresplanung und die Erarbeitung von exemplarischen Lernsituationen zu ermöglichen.

Abgerundet wird die Fortbildungsreihe durch einen Rückkoppelungstag im Winter 2016/17, an dem erste Erfahrungen mit der Umsetzung ausgetauscht und die Planung von kompetenzorientierten Leistungsüberprüfungen sowie die Abschlussprüfungen fokussiert werden.