Qualifizierung für Koordinatorinnen und Koordinatoren schulfachlicher Aufgaben


Kenn-Nr.: 1.784.2016/17-Hei
Thema: Qualifizierung für Koordinatorinnen und Koordinatoren schulfachlicher Aufgaben
Zeit/ Beginn: 1. Baustein: 05.10., 23.11. und 14.12.2016, jeweils 09:00-16:00 Uhr
2. Baustein: als Rückkopplung 1 Tag
Ort: 1. und 3. Termin: Jugendherberge Köln-Riehl
2. Termin: Berufskolleg Bergisch Land, Wermelskirchen
Zielgruppe: Koordinatorinnen und Koordinatoren an Berufskollegs
Moderation: Lars Dietershagen, Friedrich-List-Berufskolleg Bonn
Claus Steinstraß, Georg-Simon-Ohm-Berufskolleg Köln
Kosten: Reisekosten werden von der Bezirksregierung Köln erstattet.
Inhalte:

Koordinatorinnen und –koordinatoren für schulfachliche Aufgaben sind in einem vielfältigen Aufgabenfeld eingesetzt, für das es keine verbindliche und einheitliche Rollenbeschreibung gibt. Daher besteht Klärungsbedarf anhand der Vorgaben aus gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Zusätzlich kann ein Spannungsfeld zwischen klar definierten Anforderungen und der konkreten Unterrichtsentwicklung im Bildungsgang bestehen. Dies zeigt sich bspw. anhand der Erstellung und Dokumentation einer vom Bildungsgang getragenen didaktischen Jahresplanung. Eine Bildungsgangkultur, welche Bildungsgangentwicklung und deren Umsetzung als gemeinsame Aufgabe versteht, ist dabei von besonderer Bedeutung.

Diese Qualifizierung kann dazu beitragen, Bildungsgangarbeit für alle Beteiligte erfolgreich zu gestalten. Es werden in einem ersten Baustein von drei Tagen Aspekte zu eigenen Entwicklungsvorhaben aus verschiedenen Bereichen bearbeitet und vor dem Hintergrund der konkreten Arbeit der jeweiligen Bildungsgänge reflektiert.

Grundsätzlich steht methodisch die Ausrichtung der Fortbildung an Praxisfällen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und damit das Bearbeiten und die Koordination eigener Entwicklungsvorhaben im Vordergrund.

Die Tagesschwerpunkte:

  1. Rollenverständnis und Aufgabenprofil eines Koordinators im Bildungsgang Ausgangspunkt hierzu sind Fragen der Unterichtsentwicklung. In der Handreichung des MSW „Didaktische Jahresplanung Pragmatische Handreichung für die Fachklassen des dualen Systems“ wird den BG-Koordinatoren explizit eine Steuerungsfunktion für die Unterrichtsentwicklung zugewiesen. In der Rollenklärung soll dieser Aufgabe Rechnung getragen werden. Ein weiterer Aspekt liegt in der Schärfung der Stellung des BG-Koordinators im Kollegium. Hierbei soll sowohl die Rolle gegenüber der Schulleitung als auch im Teilkollegium des Bildungsgangs berücksichtigt werden.
  2. Instrumente zur Koordination und Steuerung der Bildungsgangarbeit Schwerpunkte in der Koordination und Steuerung von Bildungsgängen sind u.a. folgende Tätigkeiten: Initiierung und Koordination von Entwicklungsvorhaben, Leitung von Konferenzen, Kommunikation mit Schulleitung und Kolleginnen und Kollegen sowie die Organisation, Begleitung und Evaluation von Entwicklungs- bzw. Arbeitsprozessen des Bildungsgangs. Innerhalb der Fortbildung werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits initiierte oder in Planung befindliche Entwicklungsvorhaben hinsichtlich dieser Aspekte entwickelt und praxisnah geplant.
  3. Simulation einer Bildungsgangkonferenz Die Rolle der Koordination im Bildungsgang und die Anwendung der eingeführten Instrumente wird exemplarisch über die Simulation einer Konferenz im Bildungsgang zu einem konkreten Entwickiugsvorhaben – z.B. der Erstellung und Dokumentation der didaktischen Jahresplanung – erprobt. Zudem werden konkrete Materialien und Anregungen zu Konferenzplanung, Erstellen der Tagesordnung und Beschlusssicherung im Mittelpunkt stehen.

Nach der Qualifizierung in diesen drei Schwerpunkten setzen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das innerhalb der Fortbildung geplante Entwicklungsvorhaben in ihrem Bildungsgang um. Grundsätzliche Aspekte der Unterrichts- und Bildungsgangentwicklung sowie der Personalführung finden dabei Berücksichtigung. Die Umsetzung dieser Aufgabe wird im Sinne der Nachhaltigkeit in einer eintägigen Rückkopplung reflektiert, inhaltlich verbunden über die Evaluationsprozesse im Bildungsgang.