Fortbildung/Rückkopplung für Werkstattlehrer/Innen


Kenn-Nr.: 1.180.2015/16-Hei
Thema: Termin 1: Gewaltfreie Kommunikation im Werkstattunterricht als Präventionsstrategie zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen.
Termin 2: Wir machen mal im Werkstattunterricht z.B. eine „Lokomotive“! Der Weg vom bisherigen Produkt des Werkstattunterrichts hin zu lernfeldeingebundenen Lernträgern.
Termin 3: Projektunterricht in der Werkstatt implementieren
Termin 4: „Uns geht keiner verloren“ – Leichter gesagt als getan!
Termin 5: „Werkstattunterricht Live“ : Durchführung, Reflektion und Evaluation von Werkstattunterricht in Form eines Gruppenexperimentes
Zeit/ Beginn: Termin 1: 03.02.2016, 08:15-15:15 Uhr
Termin 2: 16.03.2016, 08:15-15:15 Uhr
Termin 3: 13.04.2016, 08:15-15:15 Uhr
Termin 4: 01.06.2016, 08:15-15:15 Uhr
Termin 5: nach Absprache, 08:15-15:15 Uhr
Ort: Termin 1-4: ZfsL Köln, Berufskolleg, Raum 369, Claudiusstr. 1, 50678 Köln
Termin 5: Schulen der Teilnehmer/Innen
Zielgruppe: Werkstattlehrer/Innen an Berufskollegs
Moderation: Ursula Uebber-Sychla, Berufskolleg Bergisch Gladbach
Inhalte:

Termin 1 : Gewaltfreie Kommunikation im Werkstattunterricht als Präventionsstrategie zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen.

Die Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrer verfügen in schwierigen Kommunikations-situationen über eine professionelle Kommunikationsmethode zur Deeskalation und nutzen zugleich durch ihr verändertes Kommunikationsverhalten die Chance, im Unterrichtsalltag wie auch bei individuellen Problemen, von den Schülerinnen und Schülern als Helfer und Berater akzeptiert zu werden.

  • Einfaches Modell der Lehrer-Schülerkommunikation in Anlehnung an Dubs
  • Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens - nach Marshall Rosenberg
  • Integration von angemessenen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen im Rahmen von Werkstattunterricht
  • Interventionen bei Unterrichtsstörungen in Anlehnung an Gert Lohmann
  • Auseinandersetzungen mit Situationen aus dem eigenen Werkstattunterricht

Termin 2: Wir machen mal im Werkstattunterricht z.B. eine „Lokomotive“! Der Weg vom bisherigen Produkt des Werkstattunterrichts hin zu lernfeldeingebundenen Lernträgern.

Die Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrer verfügen über didaktische Kenntnisse um geeignete Lernträger innerhalb der gemeinsamen Bildungsgangarbeit auszuwählen, die die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Sinne der Lernfelddidaktik auf unter-schiedlichen Kompetenzebenen ermöglichen.

  • Welche Chancen bietet z.B. der Lernträger „Lokomotive“ o. Ä. im Sinne der Lernfelddidaktik?
  • Wie können Theorie und Praxis gemeinsam mit Hilfe geeigneter Lernträger lernförderlich verknüpft werden?
  • Wie können Schülerleistungen im Zusammenhang mit dem Lernträger im Sinne unterschiedlicher Kompetenzebenen bewertet werden?
  • Welche Chancen können sich im Umgang mit Heterogenität und Differenz sowohl bei der Auswahl geeigneter Lernträger als auch mit der entsprechenden unterrichtlichen Unterweisung ergeben?
  • Dekonstruktive und Konstruktive Auseinandersetzung mit weiteren möglichen Beispielen

Termin 3: Projektunterricht in der Werkstatt implementieren

Angestrebte Kompetenz:

Die Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrer sind fähig und bereit, auf der Basis eines veränderten Verständnisses von Projektarbeit und sind in der Lage mit ihren Theoriekollegen fächerübergreifende Lernsituationen und Projektinitiativen zu erstellen.

  • Chancen und Grenzen von projektorientiertem Werkstattunterricht in Vollzeitklassen
  • Implementation von Modellunternehmen in den Werkstattunterricht
  • Planung, Durchführung und Bewertung von projektorientierten Unterrichtsprozessen unter Beachtung der Strategie des selbstständigen Lernens
  • Förderung von Schülerinnen und Schüler mit Blick auf unterschiedlichen Kompetenz-ebenen (Fach-, Sozial-, Human-, Methoden-, kommunikative Kompetenz)

Termin 4: „Uns geht keiner verloren“ – Leichter gesagt als getan!

Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrer sind fähig und bereit, Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrer pädagogische Diagnostik als unverzichtbare Basis für individuelle Förderung zu begreifen

  • Diagnostik einzusetzen und diese für erste Umsetzungen der individuellen Förderung zu nutzen.
  • das Lernen stärker zu individualisieren und insgesamt als einen ganzheitlichen Prozess zu begreifen und anzulegen
  • die SuS in die gemeinsame Lern- und Entwicklungsförderung einzubeziehen, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Verantwortungsräume anzubieten bzw. zuzuweisen
  • möglichst wenig SuS im Klassen- oder Kursverband verlieren zu wollen (Vermeidung von Selektion) Hinweis Inklusion
  • von der existierenden Vielfalt in den Lerngruppen, Kulturen und Persönlichkeiten alle profitieren zu lassen

Termin 5: „Werkstattunterricht Live“ : Durchführung, Reflektion und Evaluation von Werkstattunterricht in Form eines Gruppenexperimentes

Die Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrer sind fähig und bereit, Unterweisungsprozesse zunehmend unter Beachtung der zuvor erlernten Kompetenzen zu planen, durchzuführen und mit Schülerinnen und Schülern zu reflektieren und dabei mit unterschiedlichen Feedbackmethoden zu arbeiten.

  • Wie können wir innerhalb der geplanten Werkstattunterricht-Sequenz eine kriterien- orientierte „Sonstige Leistung“ attestieren und für die Lernenden transparent kommunizieren?
  • Welche geeigneten Möglichkeiten gibt es, um mit den Lerngruppen einzelnen Unter-weisungseinheiten zu reflektieren?
  • Wie sieht es aus mit unserem gewählten Lernträger? Zeigt er sich als lernförderlich oder weniger lernförderlich mit Blick auf den angestrebten Lernerfolg?
  • Inwieweit können differenzierte Arbeitsaufträge den Unterricht und die Unterweisung anreichern?