Vertretungslehrkräfte


Aufgrund von Mutterschutz, Elternzeit und langfristigen Erkrankungen fällt immer wieder Unterricht an Schulen aus. Um den Ausfall zu kompensieren stellt das Land Lehrkräfte für einen befristeten Zeitraum für Vertretungsunterricht ein.

Angesprochen sind hier vor allem Lehrkräfte mit Lehramtsbefähigung, d.h. erster und zweiter Staatsprüfung für ein Lehramt. Im Rahmen der Vertretungstätigkeiten können in Ausnahmefällen aber auch sogenannte "Nichterfüller" mit dem Abschluss einer ersten Staatsprüfung für ein Lehramt, einem Hochschul- oder Fachhochschulabschluss oder sonstigen vergleichbaren Qualifikationen eingestellt werden.

Als Vertretungslehrkraft erhalten Sie im Regelfall einen zeitlich befristeten Vertrag als Tarifbeschäftigte/r nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die Dauer und der Umfang der Beschäftigung ergeben sich aus der Vertretungstelle.

Sobald Vertretungsbedarf entsteht - und dies ist jederzeit möglich - schreibt die Schule die Vertretungsstelle im Internetauftritt des Schulministeriums (VERENA - Vertretungseinstellung nach Angebot) aus. Hier können Sie sich u.a. über die Dauer, den Umfang und die Anforderungen an die Vertretungsstelle informieren. Falls Sie sich auf eine Vertretungsstelle bewerben möchten, reichen Sie Ihre Bewerbung unter Verwendung des Vorblattes -Bewerbung für eine Vertretungsstelle- bei der entsprechenden Schule ein. Nach dem Auswahlverfahren beantragt die Schule den Vertretungsunterricht bei der Bezirksregierung Köln. Dort wird er geprüft und genehmigt.

Für die Einstellung von Vertretungslehrkräften an Grundschulen ist das jeweilige Schulamt des Kreises oder der kreisfreien Stadt zuständig.

Die Bezahlung richtet sich nach Qualifikation, Berufserfahrung, Schulform und Einsatz der Lehrkraft. Da dies im Einzelfall geprüft und festgelegt werden muss, ist eine konkrete Aussage hier nicht möglich. Weitere Informationen zur Bezahlung (incl. einer Entgelttabelle) finden Sie im Internetauftritt des Landesamtes für Besoldung und Versorgung (LBV) in Düsseldorf.

Zur Beantragung des Vertretungsunterrichtes ist der Antrag auf Vertretungsunterricht zu verwenden. Dieser ist online auszufüllen, auszudrucken und der Bezirksregierung Köln per Fax zuzusenden. Bei einer Neu- oder Wiedereinstellung nach einer Unterbrechung von mindestens 3 Monaten sind die Erklärung zur befristeten Einstellung sowie die Unterlagen, die die Qualifikation der Vertretungslehrkraft nachweisen, dem Antrag auf Vertretungsunterricht beizufügen. Der Vertretungslehrkraft sind die Unterlagen für neu einzustellende Vertretungslehrkräfte sowie der unterschriebene Antrag auf Anforderung eines erweiterten Führungszeugnisses auszuhändigen. Sie beantragt das erweiterte Führungszeugnis bei ihrer Meldebehörde und sendet die Unterlagen für neu einzustellende Vertretungslehrkräfte komplett ausgefüllt und unter Beifügung der erforderlichen Belege per Post an die Bezirksregierung Köln.

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