Regionale Bildungsnetzwerke


Immer mehr Bildungspartner finden sich in Regionalen Bildungsnetzwerken zusammen, um die Bildungschancen junger Menschen zu optimieren. Dahinter steckt die Überzeugung, den aktuellen Herausforderungen nur durch abgestimmtes Handeln gewachsen zu sein.

Im Regierungsbezirk Köln haben nahezu alle Städte und Kreise zur Gründung eines Regionalen Bildungsnetzwerkes Kooperationsverträge mit dem Land NRW abgeschlossen. In diesen Netzwerken wollen alle Bildungsakteure durch eine enge Abstimmung vor Ort den Bildungserfolg junger Menschen sicherstellen.

Sie möchten

  • als Leitung eines Museums in Ihrer Stadt die Angebote für Kinder und Jugendliche besser zugänglich machen?
  • als Grundschullehrerin dazu beitragen, dass die Kinder in der KITA einen Wechsel in die Grundschule ohne Brüche erleben?
  • Ihren Schüler/innen besondere Projekte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich anbieten?
  • sich zum Thema Inklusion mit Expert/innen aus den verschiedenen Bildungsbereichen austauschen?
  • dazu beitragen, dass sich in Ihrer Region auch zukünftig genügend Fachkräfte gewinnen lassen?

Ansprechpartner ist das Bildungsbüro in Ihrer Region. Fragen Sie nach, mit welchen Handlungsfeldern zum Thema „Bildung“ sich Ihr Bildungsbüro aktuell engagiert. Einige Beispiele aus den Regionen verdeutlichen Ihnen die Vielfalt der Aktivitäten, die durch die Regionalen Bildungsnetzwerke gesteuert werden:

  • In MINT-Projekten in Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen und Unternehmen wird bei Mädchen und Jungen das Interesse an der Mathematik, der Informatik, den Naturwissenschaften und der Technik geweckt und gefördert.
  • In einem Fachforum Kindergarten-Grundschule beraten die Teilnehmer aus beiden Einrichtungsformen gemeinsam über die Bedingungen eines gelungenen Übergangs vom Elementar- in den Primarbereich.
  • In „Zukunftskonferenzen“ beraten Eltern, Lehrkräfte, Vertreter der Jugendhilfe, Arbeitsagentur und Wirtschaft mit allen Jugendlichen, wie sie den weiteren Prozess der Berufsorientierung gestalten und dabei individuell bestmöglich unterstützt werden können.
  • „Was geht?!“ fragt man sich im Bereich Jugendpartizipation und lädt Schüler/innen ein, Politik zu entdecken und mit zu gestalten.
  • Die „Bildungstour“ lädt dazu ein, Ausschnitte aus dem Kulturangebot der Region kennen zu lernen. Gemeinsam werden Möglichkeiten entwickelt, wie Kinder und Jugendliche diese Angebote für sich entdecken können.

Die Arbeit eines jeden Regionalen Bildungsnetzwerkes ist durch drei Ebenen gekennzeichnet:

In der jährlich stattfindenden Bildungskonferenz kommen Vertreter/innen aller am Bildungsprozess beteiligten Institutionen zusammen. Die Teilnehmer/innen setzen neue Impulse und formulieren Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Handlungsfelder. Die Bildungskonferenz bietet Möglichkeiten der Beteiligung für die unterschiedlichsten Bildungsakteure.

Der Lenkungskreis ist das Steuerungsgremium des Netzwerks. Die Zusammensetzung des Lenkungskreises ist im Kooperationsvertrag festgelegt. Verbindlich gehören ihm Vertreter/innen der Schulaufsicht, des Kreises, der Städte und Gemeinden sowie der unterschiedlichen Schulformen an. Im Lenkungskreis werden die Ergebnisse der Bildungskonferenz aufgegriffen, Entscheidungen bezüglich der Umsetzung getroffen und Prioritäten festgelegt.

Die Umsetzung der Maßnahmen liegt in der Hand des regionalen Bildungsbüros. Es ist die Geschäftsstelle des Netzwerkes, in dem alle Fäden zusammenlaufen. Im regionalen Bildungsbüro arbeiten Lehrkräfte sowie verwaltungsfachliche Mitarbeiter/innen der Kommune zusammen. Sie stellen Kontakte her, unterstützen Bildungseinrichtungen, planen und organisieren Maßnahmen und Veranstaltungen, entwickeln Konzepte und beraten die am Bildungsprozess beteiligten Personen.

In vielen Regionen existieren über diese Gremien hinaus z. B. Fachforen oder Arbeitskreise, in denen die Handlungsfelder mit Unterstützung des Regionalen Bildungsbüros weiter bearbeitet werden. Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Mitarbeit an unterschiedlichsten Themen.

Die Schulabteilung der Bezirksregierung begleitet die Prozesse in den Regionen aktiv mit. Die Schulaufsicht in den regionalen Lenkungskreisen sichert die Fachlichkeit entstehender Produkte.

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