Fischereiangelegenheiten


Die Bezirksregierung Köln als obere Fischereibehörde weist Verordnungen zum Schutze von Fischbeständen aus und genehmigt Ausnahmen von Fangverboten. Sie vertritt die fischereilichen Belange in Planungs- und Zulassungsverfahren.

Die Bezirksregierung Köln nimmt als obere Fischereibehörde eine Vielzahl von Aufgaben wahr, um die Fischbestände zu schützen und um die fischereilichen Belange bei verschiedenen, meist wasserrechtlichen Verfahren zu vertreten.

Die obere Fischereibehörde weist Schonbezirke zum Schutz von Fischbeständen oder bestimmter Arten aus.

Die obere Fischereibehörde weist geschützte Strecken an Gewässern aus, um die Wanderung bestimmter Fischarten zu sichern und zu erleichtern.

Die obere Fischereibehörde erteilt Ausnahmegenehmigungen von den Verboten für den Fang bestimmter Arten, für die Schonzeiten und Mindestmaße in der Landesfischereiverordnung festgelegt sind sowie für Elektrobefischungen mit Impulsstrom in bestimmten Gewässern.

Die obere Fischereibehörde arbeitet am Wanderfischprogramm von Nordrhein-Westfalen für die Lachsgewässer Rur, Sieg und Wupper/Dhünn mit, dessen Schwerpunkte die Aufzucht von Junglachsen, Erfolgskontrollen bezüglich rückkehrender Lachse und die Beseitigung von Wanderhindernissen für Fische sind.

Die obere Fischereibehörde bezieht Stellung zu zahlreichen Vorhaben, die Auswirkungen auf die Gewässer und deren Tierwelt haben können, wie z.B. der Neubau oder die Wiederinbetriebnahme einer Wasserkraftanlage, ein Gewässerausbau oder die Sanierung einer Stauanlage. Sie formuliert im Zulassungsverfahren die Anforderungen zum Schutze der Fische, Neunaugen, Muscheln und Krebse.

Die obere Fischereibehörde setzt bei wasserrechtlichen Verfahren Maßnahmen zum Ausgleich geschädigter Fische fest. Dies ist z.B. der Fall, wenn bei der Errichtung von Anlagen zur Wasserentnahme oder Energiegewinnung am Gewässer die schadensverhütenden Maßnahmen oder Einrichtungen mit dem Betrieb der Anlage nicht vereinbar oder wirtschaftlich nicht zumutbar sind. Maßnahmen zum Ausgleich der geschädigten Fische können ein Fischbesatz oder eine andere gleichwertige Leistung sein.

Die obere Fischereibehörde gibt zu Anträgen auf Förderung aus den Mitteln der Fischereiabgabe gegenüber der für die Bewilligung zuständigen Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen fachliche Stellungnahmen ab. Die Fischereiabgabe wird in Nordrhein-Westfalen bei der Ausstellung von Fischereischeinen erhoben. Sie dient der Förderung von Maßnahmen, die den Zwecken der Fischerei dienen. Hierzu gehören z.B. ein Fischbesatz, die Aufstellung von Hegeplänen oder Untersuchungen zum Fischbestand.

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