Förderprogramm - Feldvogelinseln im Acker


Das Umweltministerium NRW hat zum März 2107 das einjährige Förderprogramm „Feldvogelinseln im Acker“ in Kraft gesetzt. Danach können Fördermittel für Maßnahmen zur Schaffung von Brut, Nahrungs- und Rückzugsflächen für Feldvogelarten beantragt werden.

Aufgrund des Erlasses des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MKUNLV NRW) vom 10.03.2017 in Verbindung mit der Landeshaushaltsordnung (LHO) und den Verwaltungsvorschriften (VV) für Zuwendungen an den außergemeindlichen Bereich (ANBestP) werden Projekte zur Schaffung von Brut-, Nahrungs- und Rückzugsflächen für Feldvogelarten in der offenen Feldflur gefördert.

Zuwendungsempfänger/innen können Landwirtinnen und Landwirte sein.

Gefördert wird die Anlage von Feldvogelinseln auf geeigneten Ackerflächen mit anschließender Bewirtschaftungsruhe vom 01.04.2017 bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht.

Folgende Fördervoraussetzungen müssen gegeben sein:

  • Bewirtschaftungsruhe vom 01.04.2017 bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht, spätestens bis zum 01.10.2017,
  • auf dem Schlag müssen sich mindestens 3 Feldvogelbrutpaare (z.B. Rebhuhn, Feldlerche, Kiebitz) befinden,
  • Verzicht auf Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln,
  • eventuelle Pflanzenschutzmaßnahmen (Entfernen von problematischen Ackerunkräuern) dürfen nur in Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Abstimmung mit der örtlich zuständigen Gebietsbetreuung (i.d.R. Biologische Stationen oder die Unteren Naturschutzbehörden) vorgenommen werden,
  • die von der Bewirtschaftungsruhe betroffenen Feldvogelinseln (0,5 - 1,0 ha, in fachlich begründeten Ausnahmefällen bis 2,0 ha) innerhalb des Schlages haben zu Beginn der Brutzeit sehr lückige bis keine Vegetation und eine Mindestbreite von 50 m,
  • der Abstand der nicht bewirtschafteten Feldvogelinseln zu vertikalen Strukturen (Gebäude, Büsche, Bäume ≥ 5m) muss grundsätzlich mindestens 50 m betragen,
  • auf dem bewirtschafteten Restschlag sind markierte Nester vor Bearbeitungsverlusten zu bewahren,
  • von der Unteren Naturschutzbehörde oder der Gebietsbetreuung ist das Vorhandensein von mindestens 3 Feldvogelbrutpaaren zu bestätigen,

Eine einmalige Bodenbearbeitung (Mulchen, Eggen) vor dem 01.04. ist nicht förderschädlich.

Die Antragsunterlagen auf Förderung sind bei der Bezirksregierung Köln, Dezernat 51 einzureichen.

Ein Antrag kann sofort gestellt werden. Es wird empfohlen, den Antrag vorab per Telefax an die genannte Ansprechpartnerin der Bezirksregierung Köln zu senden.

Der Auszahlungsantrag der gleichzeitig als Verwendungsnachweis dient kann erst nach erfolgter Ernte der angrenzenden Hauptfrucht gestellt werden und soll bis zum 15.11.2017 vorliegen.

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Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Frau Bittner
  T: (49)0 221-147 3412
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