Naturschutz und Landschaftsschutz


Die Bezirksregierung Köln setzt Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale oder Landschaftsbestandteile fest. Sie entscheidet über die Rechtmäßigkeit von Landschaftsplänen und die Freisetzung gebietsfremder Tiere oder Pflanzen.

Die Bezirksregierung Köln nimmt als höhere Landschaftsbehörde eine Vielzahl von Aufgaben wahr, um Natur und Landschaft zu schützen, und um die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes bei verschiedenen Zulassungs- und Planungsverfahren zu vertreten.

Die höhere Landschaftsbehörde erlässt gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit dem Landschaftsgesetz NRW (LG NRW) auf Vorschlag von Dritten oder "von Amts wegen" zum Schutz wertvoller Lebensräume der Tier- und Pflanzenwelt und zur Erhaltung des Landschaftsbildes ordnungsbehördliche Verordnungen zur Festsetzung von Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten, Naturdenkmalen oder geschützten Landschaftsbestandteilen. Im Regierungsbezirk Köln liegt u.a. das "Siebengebirge" als ältestes Naturschutzgebiet Deutschlands und die "Wahner Heide" als artenreichstes Heide-, Moor- und Waldgebiet Nordrhein-Westfalens.

Die von den Kreisen und kreisfreien Städten als Satzung gemäß LG NRW beschlossenen Landschaftspläne und Landschaftsplanänderungen sind bei der höhere Landschaftsbehörde anzuzeigen. Die höhere Landschaftsbehörde prüft diese auf formelle und materielle Rechtmäßigkeit. Im Regierungsbezirk Köln liegen zur Zeit über 71 rechtskräftige Landschaftspläne vor.

Das Aussetzen oder Ansiedeln gebietsfremder Tier- oder Pflanzenarten (z.B. das Aussetzen von Hochzeitsschmetterlingen) bedarf gemäß BNatSchG in Verbindung mit dem LG NRW einer Genehmigung durch die höhere Landschaftsbehörde. Die höhere Landschaftsbehörde entscheidet nach fachlicher Beurteilung der Auswirkungen der geplanten Maßnahme über die Zuässigkeit des (formlos zu stellenden) Antrags.

In zahlreichen Zulassungs- und Planungsverfahren, wie z.B. des Bergbaus, Straßen- und Schienenwegebaus, der Regionalplanung oder für Industrieanlagen, nimmt die höhere Landschaftsbehörde gegenüber der verfahrensführenden Stelle fachlich Stellung und prüft die Zulassungsvoraussetzungen im Hinblick auf verschiedene naturschutzrechtliche Belange nach dem BNatSchG. Hierzu zählen insbesondere die Vorschriften der Eingriffsregelung, der FFH-Verträglichkeitsprüfung und für besonders geschützte Arten.

Die höhere Landschaftsbehörde bietet allen Vorhabenträgern in Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes eine verfahrensbegleitende Beratung an, die frühzeitig in Anspruch genommen werden sollte.

Haben Sie Fragen?
Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Frau von Andrian-Werburg
  T: (49)0 221-147 3403
  E-Mail schreiben