Überwachung der Freisetzung und des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen


Die Bezirksregierung Köln überwacht die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zugelassene Freisetzung und den Anbau gentechnisch veränderte Organismen im Freiland.

Freisetzungen stellen das gezielte Ausbringen von gentechnisch veränderten Organismen in die Umwelt dar. Dabei handelt es sich in der Regel um einen zeitlich befristeten und räumlich begrenzten Versuchanbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Solche Freisetzungsexperimente werden für das gesamte Bundesgebiet vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin genehmigt. Von der Freisetzung ist der großflächige, i. d. R. kommerzielle Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu unterscheiden, über dessen EU-weite Zulassung die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten bestimmen.

Die Überwachung beider Bereiche erfolgt durch die Bundesländer - in NRW durch die Bezirksregierungen. Bei der Bezirksregierung Köln existieren dazu Erfahrungen seit 1991, als das Max-Planck Institut für Züchtungsforschung in Köln mit dem Anbau transgener Petunien die erste Freisetzung in Deutschland durchführte.

Beim großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Kulturpflanzen wird insbesondere die Beachtung der Grundsätze der guten landwirtschaftlichen Praxis überwacht, wie sie zum Beispiel in der Gentechnik-Pflanzenerzeugungsverordnung (GenTPflEV) festgelegt wurden.

Das BVL führt über die aktuellen Freisetzungs- und Anbaustandorte ein Standortregister.

Um einem Anbau nicht zugelassener transgener Pflanzen vorzubeugen, erfolgen durch die Bezirksregierung Köln jährlich Stichprobenkontrollen des vermarkteten Saatguts auf unbeabsichtigte Beimengungen gentechnisch veränderter Sorten. Hierbei arbeitet die Bezirksregierung Köln mit dem für die Saatgutverkehrskontrolle zuständigen Landesamt für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW) und den Staatlichen Veterinäruntersuchungsämtern zusammen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden regelmäßig im Gentechnik-Report des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKUNLV NRW) veröffentlicht.

Dienstleistung / Produkt Gebühr
Überwachung einer Freisetzung Die Gebühr für die Überwachung einer Freisetzung richtet sich nach dem zeitlichen Aufwand.
Überwachung von inverkehrgebrachtem Saatgut Die Gebühr für die Überwachung von inverkehrgebrachtem Saatgut richtet sich ebenfalls nach dem zeitlichen Aufwand und wird erhoben, sofern gentechnisch veränderte Organismen festgestellt werden.
Gebührenermäßigung / -befreiung Öffentlich-rechtliche Betreiber sind in der Regel gebührenbefreit.
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