Gentechnik


Die Erzeugung und Verwendung gentechnisch veränderter Organismen unterliegt in Nordrhein-Westfalen der staatlichen Kontrolle durch die Bezirksregierungen. Im Regierungsbezirk Köln befinden sich die größten Genzentren des Landes.

Die Möglichkeiten und Risiken gentechnischer Methoden zur gezielten Neukombination von Erbinformationen (Genen) haben große Hoffnungen, aber auch Befürchtungen ausgelöst. Den Diskussionen um die Sicherheit der Gentechnik folgend, wurden international Regeln aufgestellt, die in Deutschland im Gentechnikgesetz (GenTG) und seinen Verordnungen umgesetzt wurden.

Die Aufgabe von Behörden in der Gentechnik ist es, Mensch und Umwelt vor möglichen Gefahren durch gentechnisch veränderte Organismen zu schützen und dem Entstehen solcher Gefahren vorzubeugen. Gleichzeitig bildet das behördliche Zulassungsverfahren die rechtliche Grundlage für die Nutzung und Förderung der wissenschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Gentechnik.

In der Landwirtschaft dient die staatliche Kontrolle der Koexistenz verschiedener Produktionsmethoden, so dass Lebens- und Futtermittel konventionell, ökologisch oder unter Einsatz gentechnisch veränderter Organismen erzeugt und auf den Markt gebracht werden können.

Führen Sie gentechnische Arbeiten in gentechnischen Anlagen durch oder haben dies vor, dann nutzen Sie die Informationen der Bezirksregierung Köln für Anlagenbetreiber und Projektleiter.

In NRW gibt es zurzeit ca. 1000 gentechnische Anlagen, von denen etwa 45% im Regierungsbezirk Köln angesiedelt sind. Durch die zunehmende Bedeutung gentechnischer Methoden im Rahmen biologischer und medizinischer Forschungsvorhaben hat sich die Zahl der Anlagen im Regierungsbezirk kontinuierlich entwickelt.

Den Schwerpunkt bilden dabei öffentliche Forschungseinrichtungen. Das sind insbesondere die Universitäten und Universitätskliniken in Köln, Bonn und Aachen sowie eine Reihe von Forschungsinstituten der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft und das Forschungszentrum Jülich. Aktuelle Neugründungen, wie das Max-Planck Institut für Biologie des Alterns in Köln, das Exzellenzcluster Alternsforschung an der Universität zu Köln und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn belegen die dynamische Entwicklung der Wissenschaftsregion Köln/Bonn/Aachen, in der gentechnische Methoden vielfach angewendet werden.