EG-Wasserrahmenrichtlinie


Im Jahr 2000 wurde durch die Europäische Union die EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) verabschiedet. Wesentliche Ziel der Richtlinie ist die Wiederherstellung des guten ökologischen und chemischen Zustandes der Gewässer in Europa.

Im Jahr 2000 wurde durch die Europäische Union die EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) verabschiedet. Kerngedanke der EG-WRRL ist die ganzheitliche Betrachtung von Oberflächengewässern und Grundwasser mit ihrer Interaktion innerhalb von Flussgebieten unabhängig von politischen Grenzen.

Mit der Richtlinie wurde ein verpflichtender, einheitlicher Bezugsrahmen für ganz Europa geschaffen und einheitliche Ziele zum Gewässerschutz festgelegt, die bis zum Jahr 2015 erreicht werden sollen. Im Wesentlichen sind dies, die Herstellung eines guten ökologischen und chemischen Zustandes der oberirdischen Gewässer einschließlich der Küstengewässer für natürliche Gewässer, das Erreichen eines guten ökologischen Potenzials und eines guten chemischen Zustandes für künstliche oder erheblich veränderte Gewässer, sowie die schrittweise Reduzierung der Verschmutzung der Oberflächengewässer und die Eliminierung gefährlicher Stoffe aus den Gewässern. Weitere Ziele der EG-WRRL sind die Herstellung eines guten chemischen und quantitativen Zustands des Grundwassers, die Berücksichtigung des Verursacher- und des Kostendeckungsprinzips bei der Gestaltung der Wasserpreise, die Berücksichtigung der finanziellen Aufwendungen, die der Umwelt- und Ressourcenkosten und die Durchführung von Gewässerschutzmaßnahmen nach Kosteneffizienzkriterien.

Näheres zu den Zielen und Inhalten der Richtlinie sowie zum Zeitplan und zur Umsetzung in NRW erfahren Sie im Internetangebot "Lebendige Gewässer in NRW" des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW).

Grundlage für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie sind die Flussgebietseinheiten. Das sind die Einzugsgebiete der großen europäischen Flüsse von der Quelle bis zur Mündung. Zu dem Einzugsgebiet eines Flusses gehören auch seine oberirdischen Zuflüsse und das zuströmende Grundwasser. Die Flussgebietseinheiten stellen den zukünftigen Bewirtschaftungsraum für die Gewässer dar. Deutschland ist insgesamt an zehn Flussgebietseinheiten beteiligt. Davon sind fünf national und fünf international. NRW ist an den Flussgebietseinheiten Rhein, Maas, Weser und Ems beteiligt. Die Flussgebietseinheiten wurden teilweise weiter in Bearbeitungsgebiete gegliedert, der Rhein beispielsweise in Oberrhein, Mittelrhein, Niederrhein und Deltarhein. Diese Bearbeitungsgebiete wurden in NRW in die zwölf Teileinzugsgebiete Ems, Emscher, Erft, Ijssel, Lippe, Niers/ Schwalm, Rheingraben-Nord, Ruhr, Rur, Sieg, Weser und Wupper untergliedert.

Die richtlinienkonforme und einheitliche Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie auf der Ebene der Teileinzugsgebiete wird in NRW von Geschäftsstellen sichergestellt. Die Geschäftsstellen koordinieren und steuern die erforderlichen Fachgremien, sammeln und bewerten die erzielten Arbeitsergebnisse und erstellen Dokumentationen und Berichte. Hierbei wird auch die betroffene Fachöffentlichkeit (z.B. Kommunen, Wasserverbände, Vertreter von Landwirtschaft, Industrie und Umweltverbänden) beteiligt. In diesem Zusammenhang wird auch die interessierte Öffentlichkeit informiert und beteiligt. Bei der Bezirksregierung Köln sind die Geschäftsstellen für die Teileinzugsgebiete Erft, Rur und Sieg angesiedelt. Die bei der Bezirksregierung Düsseldorf angesiedelten Geschäftsstellen Rheingraben-Nord und Niers/Schwalm werden durch die Bezirksregierung Köln unterstützt.

Haben Sie Fragen?
Postanschrift
Bezirksregierung Köln·50606 Köln
Frau Olesch
  T: (49)0 221-147 4100
  E-Mail schreiben