Geotechnischer Entwurfsbericht (GEB)


Der Geotechnische Entwurfsbericht befasst sich mit den Standsicherheits- und Ge-brauchstauglichkeitsnachweisen der Bornheimer Uferböschung und bildet die Grundlage für die Erarbeitung möglicher Sanierungsvarianten.

Der Geotechnische Entwurfsbericht befasst sich mit den gemäß den einschlägigen Normen und Regelwerken zu führenden Standsicherheits- und Gebrauchstauglichkeitsnachweisen der Bornheimer Uferböschung und bildet die Grundlage für die Erarbeitung möglicher Sanierungsvarianten.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Bestandsaufnahme sowie der Auswertung der Böschungsgeometrien wurde der Untersuchungsbereich in 4 Abschnitte untergliedert:

Abschnitt Fließ-km Profil-Nr. Beschreibung
Abschnitt 1 km 661,5 - 661,8 Profile 1 - 5 Ursulinenkloster - Rheinstraße
Abschnitt 2 km 661,8 - 663,4 Profile 6- 59 Rheinstraße (Parkplatz) - Rheinterassen
Abschnitt 3 km 663,4 - 663,7 Profile 60 - 65 Rheinterassen - Schweizstraße
Abschnitt 4 km 663,7 - 664,4 Profile 66 - 76 Schweizstraße - Lichtweg

Bei der Betrachtung des nach technischem Standard des EC 7 maßgeblichen Grenzzustandes der Tragfähigkeit, welcher definierte Sicherheiten beinhaltet, konnte eine ausreichende globale Standsicherheit der Böschung in den Abschnitten 1 und 2 nicht nachgewiesen werden; für Abschnitt 3 konnte der Nachweis lediglich mit Einschränkungen erbracht werden.

Während eine direkte Gefährdung der Bebauung derzeit nicht erkennbar ist, wurden eine durchgehende Gefährdung kommunaler Infrastruktur (Straßen, Wege, Ver-/ Entsorgungsleitungen) am Böschungskopf sowie eine potentielle Gefährdung des Leinpfadverkehrs durch Rutschungen errechnet. Hiernach sind größere Schäden baulicher Art, aber auch Personenschäden nicht auszuschließen, so dass aus fachtechnischer Sicht dringender Handlungsbedarf geboten ist.

Risse an der Böschungskante

Die parallel für den Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit, d.h. ohne Sicherheitsbei-werte für den tatsächlichen Zustand durchgeführten Berechnungen zeigen, dass sich die Uferböschung in den o.g. gefährdeten Bereichen tatsächlich im Grenzgleichgewicht befindet.

Dies bedeutet, dass jedwede Störung im System zu Böschungsrutschungen führen kann.

Dieses Berechnungsergebnis wird durch Beobachtungen vor Ort bestätigt; Risse an der Böschungsoberkante indizieren, dass sich die Böschung zeitweise in Bewegung befindet.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass insbesondere in den Abschnitten 1 und 2 konstruktive bzw. bauliche Maßnahmen zur Böschungssicherung und zur Herstellung einer ausreichenden globalen Standsicherheit zwingend erforderlich sind. Obwohl die Abschnitte 3 und 4 derzeit eine rechnerisch ausreichende globale Standsicherheit aufweisen, können lokale Abrutschungen auf der Böschungsoberfläche mit der Zeit durchaus auch hier zu einer globalen Instabilität führen.