Sonderprojekt Bornheimer Rheinufer


Dokumentation der im Auftrag des Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen am Rheinufer in Bornheim durchgeführten Standsicherheitsuntersuchungen - Teil 1.

Durch Erlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV NRW) wurde die Bezirksregierung Köln beauftragt, die Standsicherheit des Rheinufers in Bornheim untersuchen zu lassen. Im Folgenden werden die Ergebnisse dieses Auftrages veröffentlicht.

Bornheimer Rheinufer

Zwischen Fließ-km 661,3 und 664,4 verläuft der Rhein in einer lang gezogenen Rechtskurve, so dass das Rheinufer im Bereich der Bornheimer Ortslagen Hersel, Uedorf und Widdig als Prallhang ausgeprägt ist.

Die Bornheimer Rheinuferböschung weist nahezu im gesamten Abschnitt eine ausgeprägte Steilheit mit Neigungen von etwa 1 : 2 bis 1 : 1 auf. Die Höhendifferenz zwischen dem Leinpfad am Böschungsfuß und den am Böschungskopf verlaufenden Straßen und Wegen beträgt bis zu 9 m.

Nicht nur die ausgeprägte Steilheit, sondern vor allem die zunehmend sichtbaren Deformationen am Böschungskopf deuten bereits seit längerer Zeit auf eine Bewegung im Hang und somit auf eine unzureichende Gesamtstandsicherheit der Böschung hin. Nach Durchführung eines vermessungs- und geotechnischen Untersuchungsprogrammes und nach Abschluss der nach den einschlägigen Regeln und Normen zu führenden Standsicherheits- und Gebrauchstauglichkeitsnachweisen erfolgte nunmehr die abschließende Beurteilung der Standsicherheit sowie des Gefährdungspotentials für Bebauung und Straßenraum.

Hiernach hat sich die für Teilabschnitte des Bornheimer Rheinufers seit längerem bestehende Gefährdungsvermutung nach Aussage der geotechnischen Sachverständigen bestätigt.

Die Berechnungsergebnisse zeigen, dass eine unmittelbare Gefährdung der angrenzenden Bebauung zwar nicht erkennbar ist. Allerdings zeichnet sich ab, dass zwischen Rhein-km 661,3 und 663,4 weder die globale noch die lokale Standsicherheit nachweisbar sind und auch die Erosionssicherheit nur teilweise gegeben ist.

Nach den Aussagen der Gutachter sind deshalb in diesem Bereich Böschungsrutschungen nicht auszuschließen, wobei insbesondere der öffentliche Straßenraum als unmittelbar gefährdet eingestuft wird.

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