Festlegung einer Ersatzdosis


Die Bezirksregierung kann auf Antrag eine Ersatzdosis festlegen, wenn die Körperdosimetrie für eine strahlenschutzrechtlich zu überwachende Person nicht erfolgt ist oder fehlerhaft war.

Nach der Röntgenverordnung ist bei Personen, die sich im Kontrollbereich einer Röntgenanlage aufhalten und deren effektive Dosis ein Millisievert im Jahr übersteigen kann, die Körperdosis zu ermitteln. Ausgenommen hiervon sind Patienten, die im Kontrollbereich untersucht oder behandelt werden. Die Körperdosis wird durch amtliche Gleitschatten-Filmdosimeter erfasst, die vom Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden. Sollte ein solches Filmdosimeter verloren gehen, durch Beschädigung unauswertbar oder fehlerhaft bestrahlt werden, muss für die betroffene Person und den entsprechenden Überwachungszeitraum eine Ersatzdosis festgelegt werden. Für Personen, die im Regierungsbezirk Köln tätig sind, wird diese Aufgabe durch die Bezirksregierung Köln wahrgenommen.

Die Festlegung einer Ersatzdosis kann bei der Bezirksregierung schriftlich und formlos beantragt werden. Neben dem Antrag selbst werden auch Nachweise benötigt, die einen Rückschluss auf die fehlende Körperdosis zulassen. Dies sind in der Regel die Dosiswerte der betroffenen Person für die zurückliegenden zwölf Monate. Es kann auch die Dosis einer weiteren Person, die am gleichen Arbeitsplatz ähnliche Tätigkeiten durchgeführt hat als Nachweis verwendet werden. Des Weiteren können alle sonstigen festgehaltenen Dosiswerte als Nachweis dienen. Die Ersatzdosis wird nach der Prüfung der Daten durch die Bezirksregierung Köln festgelegt und in einem Feststellungsbescheid bescheinigt.

Dienstleistung / Produkt Gebühr Dauer
Festlegung einer Ersatzdosis 65-500 Euro Die Festlegung einer Ersatzdosis dauert in der Regel eine Woche, wenn der Antrag mit den benötigten Nachweisen vollständig eingegangen ist.
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