Schutz vor gefährlichen Stoffen - Gefahrstoffe


Aufgabe ist es, die Unternehmen beim Umgang mit Gefahrstoffen, bei Begasungen und Schädlingsbekämpfungen beratend zu unterstützen sowie zu überwachen. Ziel ist es die Menschen sowie die Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen zu schützen.

Der Arbeitgeber hat im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung mit der allgemeinen Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 Arbeitsschutzgesetz festzustellen, ob die Beschäftigten Tätigkeiten mit Gefahrstoffen ausüben oder bei Tätigkeiten Gefahrstoffe entstehen oder freigesetzt werden können. Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen hat der Arbeitgeber nach den Bestimmungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) die Gefährdungen durch Gefahrstoffe zu ermitteln (§ 6 Abs. 10 GefStoffV). Ein erster Schritt ist dabei eine Bestandsaufnahme sämtlicher im Betrieb verwendeter Stoffe/ Gemische in das Gefahrstoffverzeichnis.

Die nötigen Informationen finden Sie als Arbeitgeber in Form von Symbolen/ Piktogrammen auf der Verpackung des Produktes und in den Sicherheitsdatenblättern. Zu jeder Chemikalie, die als Gefahrstoff eingestuft ist, muss Ihnen der Hersteller oder Lieferanten kostenlos ein Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung stellen. Daraus lassen sich im Allgemeinen alle notwendigen Informationen für den Umgang mit diesen Stoffen/ Gemischen sowie die Gefahrensymbole/ Piktogramme (Einstufung und Kennzeichnung) entnehmen.

Das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber nach § 6 Abs. 10 GefStoffV i. V. m. TRGS 400 zu dokumentieren.

Begasungen dürfen nur mit zugelassenen Begasungsmitteln durchgeführt werden. Hierbei sind die Vorschriften des Anhangs I Nr. 4 der Gefahrstoffverordnung und die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 512, 513, 522 zu beachten. Zur Durchführung von Begasungen haben Sie als Verantwortlicher jeweils einen Erlaubnisschein für das Unternehmen und einen Befähigungsschein für die Person, die die Begasungen durchführen soll, zu beantragen. Die Erteilung des Erlaubnisscheines und des Befähigungsscheines sind gebührenpflichtig. Die Durchführung von Begasungen haben Sie der Bezirksregierung spätestens 1 Woche vor Beginn anzuzeigen.

Wenn Sie Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen oder Zubereitungen durchführen wollen, sowie mit Zubereitungen umgehen, bei denen die genannten Stoffe freigesetzt werden können, müssen Sie die Vorschriften des Anhangs I Nr. 3 der Gefahrstoffverordnung und die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 523) beachten. Als Schädlingsbekämpfer müssen Sie staatlich geprüft sein. Die Bezirksregierung Köln ist vor Aufnahme der ersten Tätigkeit zu unterrichten.

Betreiber von Kälte- und Klimaanlagen, Wärmepumpen und Brandschutzsystemen, die bestimmte Treibhausgase enthalten, müssen das Entweichen der Gase verhindern, entdeckte Lecks so schnell wie möglich reparieren und die Anlagen/Anwendungen regelmäßig auf Dichtheit kontrollieren. Diese Dichtheitsprüfung, sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten dürfen nur von zertifizierten Betrieben ausgeführt werden. Eine Bescheinigung zur Zertifizierung des Betriebes wird Ihnen, als Unternehmen, welches entsprechende Anlagen/Anwendungen installiert, wartet oder instand hält, auf Antrag erteilt. Informationen über die dazu erforderlichen Unterlagen, können Sie dem Antragsformular entnehmen.

Bei der Umsetzung der rechtlichen Anforderungen sind wir als Fachdezernat „Gefahrstoffe“ selbstverständlich behilflich, denn auch uns wie auch Ihnen als Arbeitgeber ist an gesunden Mitarbeitern gelegen.

Dienstleistung / Produkt Gebühr Daier
Erlaubnisschein 35 Euro - 2.000 Euro bis zu 10 Tage
Befähigungsschein 35 Euro - 1.000 Euro bis zu 10 Tage
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Herr Peters
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