Mentoring – ein Projekt der Gleichstellung zur Gewinnung von Schulleiterinnen


Mentoring – ein Projekt der Gleichstellung zur Gewinnung von Schulleiterinnen

Mentoring – ein Projekt der Gleichstellung zur Gewinnung von Schulleiterinnen


Einige Schulen im Kölner Regierungsbezirk müssen teilweise über einen längeren Zeitraum ohne Schulleitungen auskommen. Das betrifft nicht nur auslaufende Schulen, wo eine Nachbesetzung der Schulleitung nicht mehr erfolgt, sondern auch viele Grundschulen und weiterführende Schulen.

Der Respekt vor einem Rollenwechsel von der Lehrkraft zur Schulleitung ist bei Lehrkräften häufig recht groß. Beispielsweise befürchten Lehrkräfte an Grundschulen manchmal, dass mit einer Bewerbung als Schulleitung das kreative Lehren in den Hintergrund rückt und Verwaltung zum Schwerpunkt wird. Lässt sich dieser verantwortungsvolle Posten überhaupt gut mit meinen persönlichen Zielen und/oder meinen familiären Aufgaben vereinbaren? Wie kann ich die Fülle der Aufgaben strukturieren und bewältigen? Es gibt viele offene Fragen, die sich an Schulleitung interessierte Lehrkräfte im Vorfeld stellen. Warum also nicht vorab mal testen, was einen als Schulleitung erwarten würde? Das haben sich die Gleichstellungsbeauftragen der Schulabteilung der Bezirksregierung Köln gedacht und das Projekt „Mentoring“ ins Leben gerufen.

Dabei bilden eine Lehrerin (Mentee), die Interesse an einer Schulleitung hat und eine Schulleiterin (Mentorin) ein Mentoring-Paar. Über ein Jahr erhalten die Mentees Einblick in den Arbeitsalltag ihrer Mentorin und können sich ein Bild vom Arbeitsalltag einer Schulleiterin machen. Den Ablauf des Jahres gestalten die Teilnehmerinnen selbst und werden dabei von einem Orientierungsrahmen unterstützt.

Das Projekt startete Anfang des Jahres mit vier Mentoring-Paaren. Im April fand in der Bezirksregierung Köln ein erstes Treffen aller Mentoring-Paare mit den Gleichstellungsbeauftragten statt. Die Projektbeteiligten konnten ihre Erfahrungen über den bisherigen Verlauf austauschen und Rückmeldungen geben. Alle äußerten uneingeschränkte Zustimmung zur Konzeption des Projekts: offen angelegt, individuell gestaltbar, organisatorisch flexibel, pragmatisch, basisrelevant und gewinnbringend für beide Seiten waren die Qualitätsmerkmale, die sie dem Projekt „Mentoring“ zuschrieben.

Begleitet wird das Projekt von den Gleichstellungsbeauftragten der Schulabteilung, in der Organisation von Dr. Margarethe Rolshoven, Karin Germund-Posselt und Monika Kirfel.