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Allgemeine Informationen: Topographische Karte 1:25 000

Die Topographische Karte 1:25.000 ist das traditionsreichste Kartenwerk der deutschen Landesvermessung. Es entstand vor etwa 200 Jahren als erste systematische topographische Landesaufnahme, die mit dem damals neu entwickelten Messtisch durchgeführt wurde. Deshalb werden die Kartenblätter dieses Maßstabes bis heute auch Messtischblätter genannt.

Das Kartenwerk der Topographischen Karte 1:25.000 der Bundesrepublik Deutschland besteht in seinem nordrhein-westfälischen Anteil aus 270 Kartenblättern. Jedes Kartenblatt hat ein Kartenbildformat von ca. 45 cm x 47 cm und gibt eine Fläche von ca. 125 km² auf der Erdoberfläche wieder. Die Einteilung der Blätter erfolgt nach geographischen Koordinaten. Jedes Blatt ist 10 Längenminuten breit und 6 Breitenminuten hoch.

Der Topographischen Karte 1:25.000 ist die Leitfarbe Grün zugeordnet. Jedes Blatt der Topographischen Karte 1:25.000 im Standardblattschnitt wird durch eine vierstellige Nummer und durch den Namen der größten auf ihr dargestellten Stadt oder Gemeinde bezeichnet.

Die Topographische Karte im Maßstab 1:25.000 entstand in Nordrhein-Westfalen in ihrer heutigen Form in der Zeit von 1892 bis 1912. Im Laufe von mehr als 100 Jahren ihrer Existenz wurden die einzelnen Kartenblätter in ihren Inhalten laufend aktualisiert. Die kartographischen Bearbeitungsverfahren folgten dem Stand der technischen Entwicklung vom Kupferstich und der Steingravur über die Gravur auf Glas und Folien bis hin zur Bearbeitung am Bildschirm. Auch die Kartengraphik wurde wiederholt modernisiert. Am deutlichsten wird dies in der Umstellung des zunächst einfarbigen Kartenwerks auf ein mehrfarbiges Kartenwerk in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Das Aufnahmeverfahren mit dem Messtisch in der Entstehungsphase der Topographischen Karte 1:25.000 am Ende des 19. Jahrhunderts bezog sich nicht nur auf eine topographische Aufnahme des Grundrisses, sondern erstmals in der Geschichte der Landesvermessung auch auf eine systematische Aufnahme der Geländehöhen. Im Zuge der kontinuierlichen Erneuerung der Topographischen Karte 1:25.000 wurden etwa seit dem Jahr 1995 die Höhenlinien der ursprünglichen Messtischaufnahme allmählich durch Höhenlinien aus wesentlich genaueren modernen Laserscanner-Befliegungen ersetzt.

Die topographischen Informationen der Digitalen Topographischen Karte 1:25.000 sind durch ein Generalisierungsprogramm aus den Daten des Digitalen Landschaftsmodells gewonnen. Damit ist erstmals in der Geschichte der amtlichen Kartographie ein Kartenwerk nicht durch eine topographische Aufnahme im Gelände entstanden, sondern durch Auswertung einer Datenbank von landschaftsbeschreibenden topographischen Daten. Diese „indirekte“ Herstellung einer Karte erlaubt in Zukunft einen wesentlich schnelleren Datenfluss von der Erfassung von topographischen Veränderungen bis zu ihrer Darstellung in Karten. Nicht nur die Grundrissinformationen der Digitalen Topographischen Karte 1:25.000, sondern auch ihre Höhenangaben entstammen einer neuen Technologie-Generation. Die Höhenangaben sind zum großen Teil aus aktuellen Laserscanner-Befliegungen berechnet, bei denen die Geländehöhen mittels eines Laserstrahls mit einer bislang nicht gekannten Genauigkeit abgetastet werden.



 

Letzte Änderung(en): 18.03.2010 14:28 Uhr | Erstellt am: 17.08.2009 11:45 Uhr