Hochwasserschutz ist Daseinsvorsorge


Heute fand bei der Bezirksregierung Köln eine Informationsveranstaltung für die Kommunen, Wasserbehörden und Wasserverbände im Regierungsbezirk Köln zum Thema Überschwemmungsgebiete statt.

„Mit der heutigen Veranstaltung knüpfen wir an die offene und aktive Informationspolitik der letzten Jahre an. Unser Ziel ist es weiter, das die für den Hochwasserschutz verantwortlichen Kommunen die zentrale Fragen der Bürgerinnen und Bürger, der Industrie und der Politik einheitlich beantworten können,“ betonte Dr. Joachim Schwab, (Abteilungsleiter für Umwelt und Arbeitsschutz) im vollem Plenarsaal der Bezirksregierung Köln. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. In vier Vorträgen wurden die gesetzlichen Vorgaben für und die rechtlichen Möglichkeiten in Überschwemmungsgebieten für die Kommunen erläutert. Auch Rechtsfragen zur Amtshaftung der Kommunen und Entschädigungen wurden thematisiert.

Vertreter der Wasserbehörden machten deutlich, wie wichtig die neue Festsetzung der Überschwemmungsgebiete für ihre Arbeit ist und lobten die gute Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung. Die Kommunen müssen den Hochwasserschutz in ihren Baugenehmigungen und in ihren Planungen zu Baugebieten berücksichtigen. Deshalb standen für sie Fragen zum Baurecht, der Bauleitplanung sowie die Bauberatung der Bauherren im Vordergrund. Dr. Schwab betonte: „Ihr zahlreiches Erscheinen zeigt uns, dass wir ein wichtiges Thema zum richtigen Zeitpunkt aufgegriffen haben.“

Hochwasser ist ein Naturereignis, das nicht vor bebauten Gebieten und Siedlungsflächen halt macht. Deshalb hat die Bezirksregierung in den letzten Jahren über einhundert Überschwemmungsgebiete ausgewiesen. Die Kommunen haben nun auf Grundlage der Festsetzungen die Möglichkeit, Risiken und Schäden durch Überschwemmungen zu verringern oder gar zu verhindern. Dies ist ein wichtiger Baustein im vorsorgenden Hochwasserschutz und Teil der Daseinsvorsorge, für die die Kommunen zuständig sind.