Schülerinnen aus Eitorf erhalten Belobigung


Wilhelm Steitz, stellvertretender Regierungspräsident der Bezirksregierung Köln, sprach heute Maike Spengler und Kea Maleen Metje für ihre gemeinsame Rettungstat eine öffentliche Belobigung aus.

Die Schülerinnen aus Eitorf wurden mit den von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unterzeichneten Belobigungsurkunden geehrt. Ihrem schnellen und entschlossenen Handeln ist es zu verdanken, dass ein 13-jähriger Schüler einen Herz-Kreislauf-Stillstand überlebte.

Am 09. Januar 2013 brach ein Schüler der Gesamtschule Hennef während der Schulzeit auf dem Pausenhof zusammen. Einige Schüler baten umgehend im Sekretariat um Hilfe. Sie informierten eine Lehrerin und die beiden Schülerinnen Maike Spengler und Kea Maleen Metje darüber, dass der Schüler einen implantierten Herzschrittmacher trage. Zwei Lehrerinnen und die beiden Schülerinnen, die zu Schulsanitäterinnen ausgebildet sind, alarmierten den Rettungsdienst und eilten sofort zu dem Jungen. Sie stellten keinen Puls und keine Atmung fest. Maike und Kea begannen ohne zu Zögern mit der Reanimation. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vergingen circa 13 Minuten, in denen beide Schülerinnen unentwegt Reanimationsmaßnahmen durchführten.

Im Rettungswagen setzte dann bei dem Schüler durch weitere Maßnahmen wieder ein Spontankreislauf ein. Er konnte auf die Intensivstation einer Kinderklinik verlegt werden. Nach einer Anschlussrehabilitationsmaßnahme besucht der Schüler heute wieder die Schule.

Wilhelm Steitz zeigte sich tief beeindruckt von der Leistung der Schülerinnen: „Euch ist es zu verdanken, dass das Leben Eures Mitschülers gerettet werden konnte. Es ist bewundernswert, dass Ihr Euch im Schulsanitätsdienst dieses Wissen angeeignet habt und es in dieser ernsten und lebensbedrohenden Situation intuitiv anwenden konntet.“

Staatliche Anerkennungen für Rettungstaten erteilt das Land Nordrhein-Westfalen in Form von Rettungsmedaillen und Belobigungsurkunden. Belobigungsurkunden werden, anderes als Rettungsmedaillen, an Personen verliehen, die nicht unter Einsatz ihres eigenen Lebens eine Rettungstat vollbracht haben. Trotzdem haben beide Auszeichnungen eine Gemeinsamkeit: Die Rettung eines Menschenlebens.