Bezirksregierung gibt grünes Licht für Zwischenlösung im Weinberg


Seit Januar 2014 berät die Bezirksregierung das Weingut Pieper, um bis zur endgültigen Aufstellung des Schutzzaunes eine Zwischenlösung zu finden, damit übergangsweise im Weinberg gearbeitet werden kann. Diese Zwischenlösung liegt jetzt auf dem Tisch. Dazu erklärte Dr. Joachim Schwab, Leiter der Abteilung für Umwelt und Arbeitsschutz:

„Nach unserem letzten Beratungsgespräch am 24. Februar 2014 wurde uns am vergangenen Donnerstag ein Konzept vorgelegt, das den Schutz der Beschäftigten sicherstellt. Das Konzept beinhaltet ein umfangreiches Paket an technischen und organisatorischen Maßnahmen. Unter der Voraussetzung, dass die strengen Auflagen eingehalten werden, können wir ab sofort grünes Licht für die Arbeiten im Weinberg gegeben“.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Bezirksregierung Köln ist die Zusage des Winzers, dass in den besonders gefährdeten obersten Weinberglagen keine Arbeitnehmer eingesetzt werden. Die mittlere und die untere Weinberglagen werden durch eine von der Bezirksregierung geforderte technische Maßnahme in Form von aneinandergereihten sandgefüllten Big-Packs geschützt. Die Standfestigkeit und die Wirksamkeit dieser temporären Schutzmaßnahme wurden durch Steinschlagsimulationen und Berechnungen für kleinere Gesteinsblöcke nachgewiesen. Zusätzlich werden die Arbeitnehmer durch ergänzende organisatorische Maßnahmen geschützt. Dazu gehören z.B. die Festlegung enger Arbeitskorridore unterhalb der Big-Packs, die Beschränkung der Zahl der Arbeitnehmer auf maximal vier, die Beobachtung des steinschlaggefährdeten Bereichs oberhalb des festgelegten Arbeitskorridors, die Warnung der Beschäftigten vor drohendem Abgang von Gesteinsmassen mittels lautem Signaltons und die Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse.

„Es wurde eine Lösung gefunden, die allen Interessen Rechnung trägt. Die heutige Entscheidung gestattet einerseits dem Winzer die Durchführung betriebserhaltender Maßnahmen und schützt andererseits die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Steinschlag. Das ist aus der Sicht des Arbeitsschutzes ein gutes Ergebnis“, fasst Dr. Joachim Schwab zusammen.