Renaturierung Sieg: Bezirksregierung Köln wirbt um engagierte Beteiligung


Ab dem 02.06.2014 liegen die Planunterlagen des Projekts „Gewässerentwicklung der Siegmündung“ in den Kommunen Bonn, Niederkassel, Sankt Augustin und Troisdorf für einen Monat zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Alle Bürgerinnen und Bürger können bis zum 15.07.2014 Einwendungen erheben. Dazu erklärt Dr. Joachim Schwab, Leiter der Abteilung für Umwelt und Arbeitsschutz: „Die Vergangenheit hat uns deutlich gezeigt, wie sehr dieses Projekt die Bürgerinnen und Bürger bewegt. Deshalb haben wir die Öffentlichkeit schon lange vor dem Start des Verfahrens informiert und bei der Entwicklung der Planungen mit einbezogen. Jetzt startet das eigentliche Planfeststellungsverfahren. Hier sind wir für alle Bedenken und Anregungen offen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich einbringen und aktiv beteiligen. Um das zu erleichtern, haben wir ein Infoblatt über den Ablauf des Verfahrens und die Beteiligungswege für die aktuellen Ausgaben von „Extra-Blatt“ und „Schaufenster/Blickpunkt“ erstellt.“

Für einen Monat können sich alle Bürgerinnen und Bürger sämtliche Unterlagen in aller Ruhe während der Öffnungszeiten in den Rathäusern anschauen und sich ein genaues Bild von den Umbauabsichten der Gewässerschützer machen. Zusätzlich zu der gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Auslegung können sich Interessierte auf der Homepage der Bezirksregierung unter www.brk.nrw.de über das Projekt informieren und die Planunterlagen einsehen. Fragen zu dem Verfahren und den Planungen können Interessierte per E-Mail an siegmuendung@brk.nrw.de senden.

Die Bezirksregierung Köln ist verpflichtet dieses Projekt zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie durchzuführen. Mit dem Vorhaben sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um den Mündungsbereich der Sieg in den Rhein auf über 7 km zu renaturieren und eine Landschaft mit hohem Erlebniswert zu entwickeln. Über die Inhalte des Projekts hat die Behörde bereits vor einem Jahr an alle Haushalte in der betroffenen Region eine Informationsbroschüre über die Zeitungen „Extra-Blatt“ und „Schaufenster/Blickpunkt“ versendet. Das Projekt wird mit Haushaltsmitteln des Landes aus dem Programm „Lebendige Gewässer“ finanziert.

Zur Neuordnung der Grundstücke ist ein sogenanntes „Unternehmens-Flurbereinigungsverfahren“ erforderlich mit dem erklärten Ziel, die landwirtschaftlichen Betroffenheiten sozialverträglich mit den Zielen der Gewässerentwicklung in Einklang zu bringen.