Bezirksregierung koordiniert überörtliche Hilfe für Bombenentschärfung in Köln


Wegen der Entschärfung einer 20-Zentner-Bombe, die linksrheinisch am Niederländer Ufer in der Nähe der Mülheimer Brücke gefunden wurde, hat die Stadt Köln die Bezirksregierung Köln gebeten die überörtliche Hilfe bei der notwendigen Evakuierung und Betreuung der Anwohner zu koordinieren.

Der Bombenfund wurde gestern gegen 17:40 Uhr durch die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Köln gemeldet. Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf plant die Bombe heute Nachmittag zu entschärfen. Dafür müssen zunächst die Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von rund 800 Metern um die Fundstelle evakuiert werden. Rund 8.200 Personen aus den Stadtteilen Riehl, Niehl und Mülheim und 1.300 Personen aus den Wohnhäusern der Sozial-Betriebe Köln (SBK) sind hiervon betroffen.

Die Stadt Köln hat die Bezirksregierung gebeten, den Einsatz von zusätzlichen und überörtlichen Einsatzkräften aus dem Regierungsbezirk zu ihrer Unterstützung zu koordinieren. Dazu sind auf Anforderung der Bezirksregierung insgesamt 10 sogenannte Personentransportzüge aus den Kreisen Heinsberg und Düren, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Oberbergischen Kreis, dem Rhein-Erft und Rhein-Sieg-Kreis, der Städteregion Aachen und aus den Städten Aachen, Bonn und Leverkusen in Köln bei der Evakuierungsmaßnahme im Einsatz. Personentransportzüge bestehen in der Regel aus Rettungs- und Notarztwagen und 22 Rettungsdienstkräften. Die Hilfskräfte werden durch 5 Löschfahrzeuge aus dem Rhein-Erft-Kreis mit insgesamt 30 Feuerwehrkräften bei ihrem Einsatz unterstützt.

Weiter koordinierte die Bezirksregierung den Einsatz eines sogenannten Betreuungsplatzes aus dem Kreis Euskirchen. Hier können bis zu 500 Personen für die Dauer der Evakuierung versorgt und betreut werden. Dazu gehören neben einer medizinischen Versorgung auch die soziale Betreuung und die dazugehörige Logistik. Hierfür sind 72 Hilfskräften im Einsatz.