Bezirksregierung koordiniert erneut überörtliche Hilfe für Bombenentschärfung in Köln


Wegen der für heute geplanten Entschärfung einer 10-Zentner- Bombe, die linksrheinisch auf dem Geländer der Sozial-Betriebe Köln (SBK) gefunden wurde, hat die Stadt Köln die Bezirksregierung Köln erneut gebeten die überörtliche Hilfe bei der notwendigen Evakuierung und Betreuung der Anwohner zu koordinieren.

Der Bombenfund wurde gestern nachmittags durch die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Köln gemeldet. Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf plant die Bombe heute Nachmittag zu entschärfen. Dafür müssen zunächst die Anwohnerinnen und Anwohner in einem Radius von rund 400 Metern um die Fundstelle evakuiert werden. Rund 6.500 Personen aus den Stadtteilen Riehl, Niehl und Mülheim und 1.300 Personen aus den Wohnhäusern der SBK sind hiervon betroffen.

Die Stadt Köln hat die Bezirksregierung gebeten, den Einsatz von zusätzlichen und überörtlichen Einsatzkräften aus dem Regierungsbezirk zu ihrer Unterstützung zu koordinieren. Dazu sind auf Anforderung der Bezirksregierung insgesamt 10 sogenannte Personentransportzüge aus den Kreisen Heinsberg, Euskirchen und Düren, dem Oberbergischen Kreis, dem Rhein-Erft und Rhein-Sieg- Kreis, der Städteregion Aachen und aus den Städten Aachen, Bonn und Leverkusen in Köln bei der Evakuierungsmaßnahme im Einsatz Personentransportzüge bestehen in der Regel aus Rettungs- und Notarztwagen und 22 Rettungsdienstkräften.

Weiter koordiniert die Bezirksregierung den Einsatz eines sogenannten Betreuungsplatzes. Dieser setzt sich zusammen aus Kräften des Kreises Euskirchen und des Rheinisch Bergischen Kreises. Bei einem Betreuungsplatz können bis zu 500 Personen für die Dauer der Evakuierung versorgt und betreut werden. Dazu gehören neben einer medizinischen Versorgung auch die soziale Betreuung und die dazugehörige Logistik. Hierfür sind 72 Hilfskräften im Einsatz.