Renaturierung der Wurm bei Burg Trips in Geilenkirchen


Regierungspräsidentin Gisela Walsken bewilligte Fördermittel in Höhe von 1.024.000,- € zur Renaturierung der Wurm bei Burg Trips in Geilenkirchen. Die geplante Maßnahme soll die Wasserqualität verbessern und auf dem „Konzept zur naturnahen Entwicklung der Wurm“ aufbauen. Geplant ist die Wiederherstellung eines natürlichen Flusslaufs. Das bisher „starre Korsett“ des Flusses soll gelöst werden. Auch Flora und Fauna bekämen die Möglichkeit sich wieder frei und natürlich zu entfalten. Die Leitfischart Barbe würde optimale Lebensbedingungen vorfinden, sich weiter fortpflanzen können und Anglerherzen höher schlagen lassen. Die Lage, das Entwicklungspotential sowie die verfügbare Fläche des Wasserabschnitts im Bereich von Burg Trips tragen zur nachhaltigen Entwicklung und ökologischen Landschaftsgestaltung bei. Sie müssen laut EG-Wasserrahmenrichtlinien entsprechend gefördert werden. Diese, innerhalb der Europäischen Union vereinheitlichten, Richtlinien fordern eine nachhaltige und umweltverträgliche Wassernutzung. Die hierfür notwendigen Maßnahmen werden von der Bezirksregierung Köln in der Region gefördert und umgesetzt.

Der Renaturierungsabschnitt der Wurm erstreckt sich auf ca. 840 Meter. Im Zuge der Maßnahme werden zwei neue Rad- und Fußgängerbrücken erstellt. Außerdem soll der Flusslauf vollständig geändert werden. Hierfür wird mit dem anfallenden Bodenaushub der heutige Flusslauf zunächst zugeschüttet. Danach kann sich ein breiteres und flacheres Flussbett entwickeln. So soll die Wurm ein völlig neues, naturnahes Gewässerbett mit Auenflächen und Flussschlingen bekommen. Es werden Ruhezonen und Feuchtbiotope geschaffen, mit Hilfe derer sich Flora und Fauna frei und natürlich entfalten können. Spezialisierten Tier- und Pflanzenarten, die auf wechselfeuchte Bedingungen angewiesen sind, bietet dies einen optimalen Lebensraum und sichert den vorhandenen Artenbestand.

Die geplanten Maßnahmen sollen bis zum Jahre 2015 einschließlich durchgeführt werden. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 1.560.000,- €. Die bewilligten Fördergelder in Höhe von 1.024.000,- € entsprechen 80% der zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 1.280.000,- €.