Vater und Sohn aus Sankt Augustin-Meindorf belobigt


Manfred Richter, Abteilungsleiter der Bezirksregierung Köln, sprach heute Klaus und Michael Bellinghausen aus St. Augustin-Meindorf für ihre Rettungstat am 31. März 2013 eine öffentliche Belobigung aus. Vater und Sohn retteten zwei in der Nähe ihres Hauses verunglückte junge Männer aus einem Autowrack. Dafür wurden sie heute mit einer von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft unterzeichneten Belobigungsurkunde geehrt.

Klaus und Michael Bellinghausen, Manfred Richter

Am 31. März 2013 kamen zwei junge Männer in St. Augustin-Meindorf mit einem PKW von der Fahrbahn ab. Sie prallten frontal gegen einen Baum. Klaus Bellinghausen wurde durch laute Geräusche auf das Unfallgeschehen aufmerksam. Der ca. 60 Meter von der Unfallstelle entfernt wohnende Meindorfer kontaktierte umgehend seinen Sohn Michael. Als dieser die Flammenentwicklung im Motorraum wahrnahm, benachrichtigte er die Feuerwehr. Dann lief er gleich zurück ins Haus und besorgte einen Feuerlöscher. Innerhalb kürzester Zeit konnte Michael Bellinghausen die bedrohlichen Flammen löschen. Als der Beifahrer zu sich kam, befreite er sich selbständig aus dem Auto. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr kümmerte sich sein Vater um den verletzten und eingeklemmten Fahrer des Unfallwagens.

Durch das schnelle und umsichtige Eingreifen von Klaus und Michael Bellinghausen konnte ein größerer Brand und noch schwerere Verletzungen verhindert werden. Vater und Sohn haben aufmerksam gehandelt und zumindest den Fahrer des Unfallwagens vor lebensgefährlichen Verletzungen durch das Feuer bewahrt.

Staatliche Anerkennungen für Rettungstaten erteilt das Land Nordrhein-Westfalen in Form von Rettungsmedaillen und Belobigungsurkunden. Belobigungsurkunden werden, anderes als Rettungsmedaillen, an Personen verliehen, die nicht unter Einsatz ihres eigenen Lebens eine Rettungstat vollbracht haben. Trotzdem haben beide Auszeichnungen eine Gemeinsamkeit: Die Rettung eines Menschenlebens.