Bezirksregierung Köln lässt es krachen: Dienstbesprechung über den Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen


Die Bezirksregierung Köln hat heute Vertreter von Städten, Gemeinden, Feuerwehren und Polizei sowie Pyrotechniker zu einem ganztägigen Workshop eingeladen. Alle Teilnehmer beschäftigen sich beruflich mit explosionsgefährlichen Stoffen. Behörden genehmigen zum Beispiel Feuerwerk bei Großveranstaltungen, dass von Fachleuten gezündet wird. Ziel der heutigen Veranstaltung war es, die Beteiligten noch stärker zu sensibilisieren und anhand von praktischen Vorführungen auf mögliche Gefahren hinzuweisen. Zudem sollte die Zusammenarbeit der Dienststellen untereinander verbessert und die einzelnen Zuständigkeiten verdeutlicht werden. Ein Kamerateam begleitete die gesamte Veranstaltung. Die Aufnahmen werden auf einer DVD zusammengestellt und dienen künftig als Grundlage für Behörden im Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen.

Beim heutigen Workshop standen Beispiele aus der Praxis im Vordergrund. Feuertechniker präsentierten ein Bühnenfeuerwerk im Plenarsaal, wie es bei vielen Fernsehveranstaltungen eingesetzt wird. Ein geplanter „Zwischenfall“ sorgte dafür, dass das Feuerwerk gelöscht werden musste. Die Fachleute erklärten den Anwesenden dabei, welche Gefahren zu beachten und welche Punkte schon bei der Genehmigung solcher Bühnenfeuerwerke zu berücksichtigen sind.

Im Außenbereich der Bezirksregierung zündeten Pyrotechniker anschließend ein Höhenfeuerwerk. Wieder konnten professionelle Feuerwerker die Gefahrenpunkte aufzeigen und die unterschiedlichen Kategorien der Feuerwerkskörper erläutern. Danach stellte ein Team eine Filmszene nach. Dabei sollte ein Einbrecher auf frischer Tat von der Polizei gestellt werden. Bei einem Schusswechsel wird der Räuber von Kugeln getroffen. Welche explosionsgefährlichen Stoffe bei einer Filmszene eingesetzt werden können und welches Gefahrenpotenzial damit verbunden ist, war Schwerpunkt dieses Programmteiles. Mutige Teilnehmer konnten dann eine präparierte Schussweste ausprobieren, die bei solchen Filmszenen zum Einsatz kommt. Im Anschluss führten Sprengmeister eine für sie alltägliche Szene vor. An einer Abbruchstelle soll eine Fundamentsprengung durchgeführt werden. Nachdem die Sprenglöcher gebohrt und der Bereich abgesichert war, wurde eine kräftige Detonation ausgelöst. Ein Wiederlader präsentierte abschließend die Befüllung von Patronen.

Nur gemeinsam können die Beteiligten, wie Städte und Gemeinden sowie Feuerwehr und Polizei bei Veranstaltungen für die Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen. Auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer in den Veranstaltungshallen muss die Sicherheit gewährleistet sein. Eine umsichtige Absprache und Zusammenarbeit ist dafür unerlässlich. Anhand der gezeigten Szenen und Arbeitssituationen konnten heute wichtige Hinweise und Erläuterung weitergegeben werden. Rechtsgrundlage für den Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen ist der Erlass „Vollzug des Sprengstoffrechts“. Im Vorfeld wurden übrigens alle Anwohner und Nachbarn über die geplante Veranstaltung und deren praktische Vorführungen informiert. Die Bezirksregierung bedankt sich bei allen für ihr Verständnis.