Zwischenbericht zum Sicherheitsmanagement der Shell Rheinland Raffinerie liegt vor


Der Zwischenbericht zur im Mai von der Bezirksregierung angeordneten Überprüfung des Sicherheitsmanagement-Systems der Rheinland Raffinerie der Shell liegt jetzt vor. Gegenstand war dabei die Frage, ob das Sicherheitsmanagementsystem die rechtlichen Anforderungen erfüllt. Gegenstand der Prüfung waren vor allem die Dokumentation des Sicherheitsmanagementsystems und die Untersuchungsberichte zu den Ereignissen. Dabei kommt das Gutachterteam zum dem Ergebnis, dass der Sicherheitsbericht den Anforderungen der Störfallverordnung entspricht. Dabei wurden keine grundsätzlichen Mängel festgestellt.

Mit der Untersuchung wurde eine Gruppe von Gutachtern unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Jochum, dem langjährigen Vorsitzenden und derzeitigem stellvertretenden Vorsitzender der Kommission für Anlagensicherheit, beauftragt. Er wird unterstützt durch ein Team der DNV GL, das vor allem die technischen Aspekte überprüft, und ein Team des Öko-Instituts, das sich mit dem Sicherheitsmanagement und der Sicherheitskultur beschäftigt.

Jetzt startet die zweite Phase der Untersuchung. Schwerpunkt hier ist die Umsetzung der dokumentierten Vorgaben des Managementsystems in die Praxis. Hierfür bilden die Erkenntnisse der ersten Untersuchungs-Phase die Grundlage. So haben die Gutachter weitere Schwerpunkte festgelegt und Anlagen für die intensive Überprüfung ausgewählt. Dieser zweite Teil der Untersuchung des Sicherheitsmanagements soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

Die Bezirksregierung Köln hatte die Überprüfung des Sicherheitsmanagement-Systems der Rheinland Raffinerie der Shell im Mai angeordnet, nachdem es in der Raffinerie zu einer Häufung von Ereignissen, zuletzt mit dem Tankbrand im Januar, gekommen war. Ein „Sicherheits-Management-System“ wird von der sogenannten Störfallverordnung gefordert. Adressat sind die Betreiber von technischen Anlagen, in denen mit gefährlichen Stoffen gearbeitet wird. Für sie werden Standards festgelegt, damit kein Schadenereignis eintreten kann, das eine Gefahren für Mensch und Natur bedeutet. Weiter werden hier Vorgaben für den Fall gemacht, dass es trotzdem zu einem Schadensereignis kommt. Für den Fall sind insbesondere Regelungen dafür vorgesehen, die die Schadensauswirkungen auf Mensch und Natur möglichst gering halten sollen.


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