Keine Zusammenarbeit mit European Homecare


Regierungspräsidentin Gisela Walsken schließt aus, dass der private Betreiber von Flüchtlingsunterkünften „European Homecare“ die Notunterkunft in Bonn-Bad Godesberg betreiben wird. „Die Flüchtlinge stammen aus Kriegs- und Krisengebieten. Sie haben Schreckliches erlebt. Die Notunterkunft in Bonn-Bad Godesberg soll ein sicherer Zufluchtsort sein,“ betont die Regierungspräsidentin. Hintergrund für diese Entscheidung sind die in bestehenden Landeseinrichtungen bekannt gewordenen gewalttätigen Übergriffe auf Flüchtlinge. Im Verdacht stehen Mitarbeiter einer von „European Homecare“ beauftragten Sicherheitsfirma.

Gemeinsam mit der für die Unterbringung von Flüchtlingen in landeseigenen Einrichtungen zuständigen Bezirksregierung Arnsberg soll ein anderer Betreiber gefunden werden. Dafür steht die Regierungspräsidentin in engem Austausch mit der Bezirksregierung Arnsberg. „Wir brauchen einen verlässlichen Betreiber, der die Menschen in dieser Notunterkunft bestmöglich versorgt und betreut,“ erklärt Frau Walsken. „Wir freuen uns über die positiven Reaktionen aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung der Stadt Bonn und wollen mit dieser Entscheidung den richtigen Weg wählen.“

Die Notunterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen soll kurzfristig in einem leerstehenden Gebäudeteil der Bezirksregierung Köln in Bonn-Bad Godesberg eingerichtet werden. Etwa 200 Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern sollen dort untergebracht werden. Die Bezirksregierung Arnsberg ist landesweit für die Aufnahme der Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen und deren anschließende Verteilung und Zuweisung auf die 396 Städte und Gemeinden in NRW zuständig.

Die Bezirksregierung Arnsberg wird morgen über die Planungen in einer Bürgerinformationsveranstaltung informieren. Sie startet ab 19.00 Uhr und findet in der Außenstelle der Bezirksregierung Köln, Muffendorfer Str. 19-21, 53177 Bonn-Bad Godesberg, Raum 526-528 statt.