Bezirksregierung stimmt RWE-Konzept zur Legionellenbekämpfung zu


Nachdem erneut Legionellen im Kraftwerk Weisweiler aufgetreten sind, hat RWE der Bezirksregierung Köln heute ein neues Konzept zur Legionellenbekämpfung vorgelegt. Danach werden bereits kurz nach der geplanten Wiederinbetriebnahme des Kraftwerksblocks F mit unbelastetem Wasser erste Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt. Diese werden in kurzen Abständen wiederholt, um ein Aufkeimen zu verhindern.

Parallel werden regelmäßig Proben genommen und auf Legionellen untersucht. Anhand der Ergebnisse wird die Dosierung des Desinfektionsmittels gesteuert und vermindert. Damit kann die Desinfektion flexibel an die Legionellenentwicklung angepasst werden. Eine Massenentwicklung der Legionellen soll dadurch von vornherein verhindert werden. Das Konzept sieht als weitere Maßnahme vor, dass der an der Kühlturmspitze austretende Wasserdampf auf Legionellenbefall untersucht wird. Damit soll sichergestellt werden, dass die Legionellen sich nicht über die Kühlturmschwaden vermehren und verbreiten.

Das zur Desinfektion verwendete bromhaltige Biozid wird während der Einwirkzeit nahezu vollständig abgebaut. Die keimtötende Wirkung wird während und nach der Behandlung durch einen Bakterientest verfolgt. Trotz des fast vollständigen Abbaus des Biozids wird das entstehende Abwasser nicht in die Inde abgeleitet, sondern der Rauchgasreinigung zugeführt. Die dort entstehenden Reststoffe werden planmäßig auf der Deponie Inden II entsorgt. Das gesamte Konzept wird messtechnisch durch das Landesumweltamt begleitet und von der Bezirksregierung regelmäßig überwacht.