Regierungspräsidentin Gisela Walsken eröffnet Konferenz zum Thema Salafismus


v.l. Burkhard Freier (Leiter Verfassungsschutz NRW), Gisela Walsken (Regierungspräsidentin Köln) und Michael Kreuzberg (Landrat des Rhein-Erft-Kreises)

v.l. Burkhard Freier (Leiter Verfassungsschutz NRW), Gisela Walsken (Regierungspräsidentin Köln) und Michael Kreuzberg (Landrat des Rhein-Erft-Kreises)

Die Bezirksregierung Köln war heute Gastgeber der Regionalkonferenz „Strategien gegen gewaltbereiten Salafismus“ des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW. In ihrer Eröffnungsrede betonte Regierungspräsidentin Walsken die Notwendigkeit dieses Diskurses und Wichtigkeit präventiver Maßnahmen angesichts des wachsenden Problems extremistischen Salafismus. „Salafisten versuchen über das Internet, Vereinsarbeit oder durch Infostände in Fußgängerzonen ihre Inhalte und Ziele insbesondere an junge Menschen weiterzureichen. Dies führt zu Radikalisierungen und oft auch zu Ausreisen in die Bürgerkriegsregionen in Syrien oder im Nordirak“ so Walsken.

Prävention sei dringend erforderlich, betonte Verfassungsschutzleiter Freier in seinem Vortrag „Salafismus als gesamtgesellschaftliche Herausforderung“ ausdrücklich. Mit Blick auf die Entwicklungen im arabischen Raum ist die Zahl der gewaltbereiten Aktivisten seit 2012 stark gestiegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verfassungsschutzes NRW erläuterten neben den Ursachen und Gefahren des Salafismus auch die Präventionsstrategien des Landes. Das Ziel ist neben der umfassenden Information der öffentlichen Stellen der Aufbau eines Netzwerks gegen extremistische und terroristische Tendenzen. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Integrationsfachstellen, Polizei und Wissenschaft nahmen an der Konferenz teil.