Gebietsbezogene Gesamtstrategie zur Verbesserung der Luftqualität im Rheinischen Braunkohlerevier


Die Bezirksregierung Köln hat gemeinsam mit den Gebietskörperschaften im Rheinischen Braunkohlerevier, der RWE Power AG, dem BUND sowie weiteren Beteiligten eine gebietsbezogene Gesamtstrategie für das gesamte Rheinische Braunkohlerevier erarbeitet, um die Luftqualität weiter zu verbessern. Auch wenn die Grenzwerte derzeit nicht überschritten werden, haben sich die Beteiligten mit freiwilligen Vereinbarungen in die Strategie eingebracht. Die Gesamtstrategie ist ein neuer Weg der Luftreinhaltung und ergänzt die gesetzlich vorgeschriebene Aufstellung von Luftreinhalteplänen.

Die nun veröffentlichte Gesamtstrategie ist offen für weitere Entwicklungen und die Aufnahme neuer Ansätze und Maßnahmen. Sie soll Anstoß sein für weitere Anstrengungen der Verantwortlichen aus Kommunen und Wirtschaft, um die Luftbelastung nachhaltig zu verringern. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, jederzeit Anregungen und Ideen in den weiteren Prozess einzubringen und diesen aktiv mitzugestalten. Diese können an die Bezirksregierung Köln, Dezernat 53, Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln gerichtet oder an LuftqualitätRheinBraunkohle@brk.nrw.de gesendet werden.

In den Kommunen im Rheinischen Braunkohlerevier wurden in den vergangenen Jahren Aktions- und Luftreinhaltepläne aufgestellt, um die Luftqualität für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Durch die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen konnten die Immissionsbeiträge der Tagebaue deutlich reduziert werden. Hinsichtlich des Feinstaubs ist festzustellen, dass der Jahresmittelwert im Rheinischen Braunkohlerevier unter der durchschnittlichen Belastung anderer industriell geprägter Regionen in NRW liegt. Er übersteigt jedoch die durchschnittliche Belastung rein ländlicher Regionen in NRW, auch wenn der Grenzwert derzeit eingehalten wird. Unabhängig vom Tagebau spielt auch Stickstoffdioxid gerade in den besiedelten Gebieten des Rheinischen Braunkohlereviers eine große Rolle. Hier gilt der Straßenverkehr als lokaler Hauptverursacher schädlicher Luftbelastungen.

Das Rheinische Braunkohlerevier bezeichnet ein Bergbaugebiet am Rand des Rheinischen Schiefergebirges und ist das größte Braunkohlerevier Europas. Es wird sowohl durch die Abgrabungsstätten selbst, als auch durch die mit dem Braunkohletagebau zusammenhängenden gewerblichen und industriellen Anlagen beeinflusst.

Die gebietsbezogene Gesamtstrategie für das Rheinische Braunkohlerevier ist ab Montag, den 20. April 2015 abrufbar.