Bezirksregierung Köln vernichtet 4000 gefährliche Laserpointer und Netzteile


Die Kölner Bezirksregierung hat in den vergangenen Tagen 4000 Laserpointer und Netzteile in Gummersbach vernichten lassen. Teilweise überschritten die Pointer die zulässige Laserleistung von maximal 1mW (Milliwatt) um das 177-fache.

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Ein Tipp aus Österreich brachte die Kölner Beamten auf die Spur. In Österreich wurde ein 13-jähriges Kind durch einen Laserpointer so schwer verletzt, das es mehr als 50% seiner Sehkraft verloren hat. Der Laser wurde gemessen und als gefährlich eingestuft, er wies eine Leistung zwischen 80-90mW auf. Das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz informierte daraufhin die Bezirksregierung Köln. Die Beamten aus Köln machten einen Zwischenhändler in Gummersbach ausfindig, der die Laserpointer in Form von Kugelschreibern beziehungsweise im Taschenlampenformat mit rotem, grünem und blauem Laserlicht in Verkehr brachte. Die zulässige Leistung von 1mW wurde bei allen Laserpointern überschritten, zum Teil mit extrem hohen Werten. Selbst bei einem Lidschlussreflex von 0,25 Sekunden kann sich das menschliche Auge nicht vor dieser intensiven Strahlung schützen, wenn sie unmittelbar auf die Netzhaut trifft. „Es ist gut, dass Verbraucherschutz auch über Grenzen hinweg funktioniert“ erklärt Regierungspräsidentin Gisela Walsken „Ich bin davon überzeugt, dass diese Zusammenarbeit weitere schlimme Unfälle verhindert hat.“ Außerdem wurden bei dem Händler gefährliche 12V-Netzteile (Laptopnetzteile) sichergestellt, die ebenfalls vernichtet wurden. Die aus China importierten Netzteile wurden mit gefälschtem GS-Siegel beworben und hatten keinen nötigen Schutzleiteranschluss. Im schlimmsten Fall kann es bei einem Kurzschluss zu einem tödlichen Stromschlag kommen.