RPin Gisela Walsken ehrt „10 Prozent-Schulen“


Regierungspräsidentin Gisela Walsken zeichnete heute 9 Berufskollegs aus dem Regierungsbezirk Köln aus, die bereits jetzt 10 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler einen Auslandsaufenthalt ermöglichen. Die Schulen unterstützen in besonderer Weise ihre Auszubildenden, damit sie während der Schulzeit berufliche Erfahrungen in Europa sammeln können. „Im Ausland gewonnene Erfahrungen erweitern den eigenen Horizont. Davon profitieren nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch unsere Region,“ lobte die Regierungspräsidentin.

„Strategisch-beruflich-mobil“ lautet das Motto, mit dem die Bezirksregierung Köln die berufliche Mobilität junger Menschen fördert. Hiermit übernimmt sie landesweit eine Vorreiterfunktion. Diese Strategie wurde von der EU-Geschäftsstelle der Kölner Bezirksregierung speziell für die 58 öffentlichen Berufskollegs im gesamten Bezirk entwickelt. Bis 2020 sollen damit mindestens 10 Prozent der jungen Menschen während ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen sammeln. Dank des großen Engagements vieler Berufskollegs liegt die Zahl der Auslandsaufenthalte bereits über 5 Prozent im Gesamtdurchschnitt.

Die Schulen organisieren berufliche Praktika im Ausland, arrangieren Lernaufenthalte mit beruflichen und interkulturellen Angeboten und arbeiten an internationalen Projekten, die zusammen mit Auszubildenden und Lehrerinnen und Lehrern aus dem europäischen Ausland durchgeführt werden.

Für junge Menschen ist berufliche Praxiserfahrung im Ausland wichtig, denn dies stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit. Sie lernen andere Arbeitsabläufe und Techniken kennen und bringen diese in ihren Heimatbetrieb mit ein. Somit profitieren nicht nur die Auszubildenden von dieser Erfahrung, sondern auch die Unternehmen. Die heimischen Betriebe gewinnen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber, knüpfen Geschäftskontakte ins Ausland und verbessern ihre eigene Marktposition. Berufliche Auslandsaufenthalte werden unter anderem durch das EU-Programm Erasmus+ gefördert.

Im Vergleich zur Hochschulausbildung nehmen immer noch verhältnismäßig wenig Auszubildende an grenzüberschreitenden Mobilitätsmaßnahmen teil. Um dies zu ändern, fordert der Bund, den Anteil der Auszubildenden mit Auslandserfahrungen bis 2020 auf mindestens 10 Prozent zu steigern.