Unfallkommission der Bezirksregierung Köln entschärft Gefahrenschwerpunkt Leverkusener Kreuz


Auf Einladung der Bezirksregierung Köln hat heute eine Sonderunfallkommission getagt. Die schweren Unfälle der letzten Wochen auf der A1 bei Leverkusen waren der Anlass für die heutige Sitzung. Die Bezirksregierung Köln, Straßen NRW und die Polizei reagieren damit auf die jüngsten Ereignisse.

In der Sitzung stellte die Polizei Köln die aktuelle Unfallstatistik auf dem 10 km langen Streckenabschnitt zwischen der Anschlussstelle (AS) Burscheid und dem Autobahnkreuz (AK) Leverkusen vor. In diesem Streckenbereich haben sich in der Zeit von 1. Juli 2014 bis 11. Mai 2015 insgesamt 288 Unfälle ereignet. Bei diesen Unfällen wurden insgesamt 80 Menschen verletzt, 15 davon schwer. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Nach intensiver Beratung beschließen die Partner der Unfallkommission, der Landesbetrieb Straßenbau NRW, die Polizei und die Bezirksregierung Köln folgende Maßnahmen:

  1. Das Lkw-Überholverbot beginnt hinter der Anschlussstelle Burscheid.
  2. Die Geschwindigkeitsanzeigen der Verkehrsbeeinflussungsanlage werden abgedeckt und durch Schilder am Straßenrand ersetzt. Diese Beschilderung wird so schnell wie möglich aufgestellt.
  3. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen werden von der Polizei mobil überwacht. Auf die Überwachung wird mit einer Beschilderung ‚RADAR‘ hingewiesen.
  4. Die mobile Geschwindigkeitsüberwachung soll so schnell wie möglich durch eine stationäre Überwachung ersetzt werden. Die Unfallkommission wird deswegen an die zuständigen Ordnungsbehörden herantreten.
  5. Zusätzlich werden elektronische Stauwarnanzeigen am Rand aufgestellt. Diese zeigen verkehrsabhängig Stau an und werden von Blitzlichtern unterstützt.

Um zukünftig schwere Unfälle zu verhindern, appelliert die Unfallkommission an die Autofahrer die Beschilderung und elektronischen Anzeigen zu befolgen.