Bezirksregierung Köln erweitert kurzfristig Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge


80 weitere Plätze in Bonn und insgesamt 200 Plätze in Linnich (heute 70 – morgen 130)

Die Bezirksregierung Köln hat heute kurzfristig weitere 80 Plätze für Flüchtlinge in der ansonsten voll belegten Unterkunft in Bonn Bad Godesberg geschaffen. In der Notunterkunft in Linnich stellte die Bezirksregierung Köln heute weitere 70 Plätze und morgen noch einmal 130 Plätze in dafür errichteten Zelten zur Verfügung, so dass dort insgesamt 500 Flüchtlinge untergebracht werden können.

Damit setzt die Bezirksregierung Köln unverzüglich die Forderung der für die Zuweisung von Flüchtlingen zuständigen Bezirksregierung Arnsberg um. Diese hatte die nordrhein-westfälischen Bezirksregierungen heute um 13.30 Uhr gebeten, bis zum Abend pro Regierungsbezirk jeweils 150 Flüchtlinge zusätzlich unterzubringen. Dies ist notwendig, da aufgrund des wiederum enorm gestiegenen Zulaufs auf die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes heute keine weiteren Plätze zur Unterbringung von Flüchtlingen in Regeleinrichtungen oder Notunterkünften des Landes verfügbar waren.

„Wir haben im Kölner Regierungsbezirk sofort alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Flüchtlingen einen Zufluchtsort bieten zu können. Obwohl unsere Unterkünfte vollständig belegt sind, ist es uns innerhalb von zwei Stunden gelungen, in unseren bestehenden Einrichtungen schon heute weitere 150 Flüchtlinge unterzubringen und morgen noch einmal 130 neue Plätze zu schaffen. Das war nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich“, stellt der stellvertretende Regierungspräsident Wilhelm Steitz fest. Sein Dank gilt neben den MitarbeiterInnen im eigenen Haus auch den Betreuungsverbänden, namentlich:

  • dem Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Westfalen-Lippe
  • dem Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Köln
  • dem Malteser Hilfsdienst der Diozöse Köln
  • dem Verein Zukunftsorientierte Förderung e.V. aus Duisburg
  • der Firma European Homecare aus Essen

Die Bezirksregierung Köln geht jedoch davon aus, dass es weiterhin unverzichtbar ist, neben der mittel- und langfristigen Planung neuer Regelunterkünfte auch kurzfristig weitere Noteinrichtungen im Regierungsbezirk zu schaffen.